Beiträge von servant

    An den gecreuzigten Jesum.


    Hier wil ich gantz nicht weg!
    lass alle schwerdter klingen!
    Greiff spieß und sebel an!
    brauch aller waffen macht
    Und flamm', und was die welt
    für unerträglich acht!
    Mich sol von diesem creutz
    kein tod, kein teuffel dringen.


    Hier wil ich, wenn mich
    ach und angst und leid umbringen,
    Wenn erd' und meer auffreißt,
    ja wenn der donner macht
    Mit dunckel-rothem blitz
    auf meinem kopffe kracht,
    Ja wenn der himmel fällt,
    hier wil ich frölich singen.


    Solang mir die brust noch klopfft,
    auch weder dort noch hier
    Und nun und ewig sol
    mich reißen nichts von dir.
    Hier wil ich, wenn ich sol,
    den matten geist auffgeben.


    Du aber, der du hoch
    am holtz stehst auffgericht,
    Herr Jesu! neig herab
    dein blutig angesicht
    Und heiß durch deinen tod
    im tod mich ewig leben!

    Hallo Zusammen,
    Auch ich denke, dass Selbstmord nicht OK bzw. eine Sünde ist. Aber Gott wird keinen wiedergeborenen Christen deshalb in die Hölle werfen!!
    Und Aussagen wie

    Zitat

    dann kann er auch Leid und Schmerz mit Gottes hilfe ertragen

    finde ich persönlich oft (aber nicht immer) zu platt und einfach, wenn nicht sogar gefährlich. Auch wenn Davidinho es bestimmt nicht so gemeint hat. Denn wenn wir den Frieden Gottes ganz lebendig haben, können wir wirklich auch Leid und Schmerz ohne Selbstmord durchstehen.
    Aber ich habe schon wiedergeborene Christen erlebt und von ihnen gehört, welche zum Beispiel aufgrund psychischer Krankheiten sich versucht haben umzubringen. Und wenn ich dann mit solchen sicherlich gut gemeinten Aussagen komme, ist die Gefahr, dass ich sie mit der Bibel erschlage.
    Mein eigener Bruder hat psychische Probleme. Eines Tages kam eine Glaubenschwester zu ihm und sagte ihm in etwa: "Wenn du nur ganz auf Jesus vertrauen würdest und ihm alles bringen würdest, kann alles wieder gut werden." Der Bruder hatte zu dieser Zeit schon mehrere Ausbildungen abgebrochen, verschiedenste Therapien hinter sich und diverse Drogen verschrieben bekommen und es ging ihm auf gut deutsch "beschissen". Und ihr könnt euch vorstellen, dass ihm diese Aussage "extrem motiviert" hat :baby: und ihm "echt weiterbrachte" :thumbdown: .
    Als dann dieser Bruder einige Zeit später einen Selbstmordversuch unternommen hatte, besuchte ich ihn Tags darauf im Krankenhaus. Und das einzigste was ich erst mal bezüglich dessen sagen konnte war: "Ich verstehe dich/warum du dies gemacht hast." Woraufhin er sich bei mir für diese Worte bedankte. Wobei er defintiv wusste, dass ich Selbstmord an sich nicht gut heiße.
    Und ich glaub,wenn wir immer im Rahmen der christlichen Toleranz erst einmal einen Unterschied zwischen der Tat und dem Menschen (und seinen Hintergünden) machen, können wir ihnen wirklich helfen. Ich muss mich also zuerst in ihn hineinversetzen und ihn versuchen zu verstehen.
    Also noch mal sorry an Davidinho: Es soll kein Angriff sein. Denn mit deiner Aussage hast du grundsätzlich vollkommen recht.
    In IHM
    Bernd

    Hallo Mikros,
    CCT heißt Christus-Centrum. Einfach mal googlen :] .
    Der Prediger ist Uwe Schäfer. Er war Gemeindeleiter der CHristus-Gemeinde Wuppertal.
    Doch er musste leider aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten.
    Hier eine Auschnitt aus einer Mitteilung:


    Lasst uns für ihn Beten

    Hallo Papakus,
    Ich will wirklich nicht nerven, aber hast du einen Beleg für deine Aussage?
    Denn ich finde, dass man ansonsten sehr vorsichtig mit vorschnellen Äußerungen sein sollte.
    Ich danke dir und warte gespannt auf eine Antwort.
    Ps: Bitte sei mir nicht böse, aber mir sind wirkliche Belege bei solchen brisanten Themen/Personen sehr wichtig. Denn es existiert zum Beispiel über den Islam, die Zeugen Jehovas, der katholischen Kirche und dem Papst viel Pseudo-Wissen; wobei aber die wenigstens sich persönlich damit aueinandergesetzt haben (was ich natürlich nicht von dir behaupte :) ) und somit öfters auch gewisse Halb- oder Unwahrheiten im Umlauf gebracht werden. Daher kommt es auch, dass zum Beispiel über Personen wie Calvin, Luther oder auch manchem Papst unwissentlich falsche und zerstörerische Dinge verbreitet werden.
    Bitte versteh mich also, wenn ich hier hart bleibe.

    Zitat

    Bezeichnend ist die Begebenheit die sich der Papst erlaubt hat...er hat
    wohl unter den Muslimen in einer Rede dieses Jahr behauptet, das wir
    doch alle nur einen Gott haben den wir auch Allah nennen,

    Hallo Papakus,
    Ich wäre dir wirklich sehr dankbar für einen Beweis/eine Quellenangabe dafür. Ein Link auf einen Predigtauszug o.ä. würde mir reichen.
    Danke
    servant

    Hallo Johannes,
    Ich möchte dir gerne noch mal später ausführlich antworten.Jetzt aber aus Zeitgründen erst mal nur nen paar kurzen Statements:
    Wenn ich mir als Christ das Handeln der Menschen und den Lauf der Dingen anschaue, dann habe ich nicht nur Gott (und seine Allmacht) im Blick, sondern auch das Handeln Satans. Ich möchte da nur mal den Begriff "Erbsünde" einwerfen. Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr.
    Aber das Problem das ich mit dem Begriff "Satan" bei dir haben werde,ist, dass ich damit bei dir wahrscheinlich genauso gegen eine Wand laufen werde. Dabei kann ich deine Bedenken sehr gut verstehen: Denn selten ist eine "Person" so mystifiziert worden wie er. Du kennst sicherlich das oft benutzte und missbrauchte Zitat: Der größte Trick des Teufels ist es, den Menschen einzureden, daß es ihn gar nicht gibt.
    Und gerade solche Mythen und Legendenbildungen verwischen oft biblische Tatsachen und lassen sie am Ende vor den Augen der Mehrheit als Märchen dastehen.
    Ich möchte dir mal ein Buch an Herz legen:
    Die Tatsache der Auferstehung
    Bitte les es dir mal bei Gelegenheit durch. Und falls dir ein Ebook zu stressig ist:Gib es als Hardware auch schon sehr günstig.
    Ich weiss, dass es dir ziemlich gegen den Strich geht, wenn man dich mit irgendwelchen geistigen Fremdprodukten (Zitate, Bibelverse und Co) konfontiert. Versteh ich. Denn man sollte schon seine eigene gefestigte Meinung haben.
    Aber: Der Link kommt von Herzen und ist wirklich Ernst gemeint.
    Noch eine kurze Bemerkung:
    Bitte erwarte nicht, dass ich dir jede deiner Fragen beantworten kann. Und wenn ich dass versuchen würde, würde ich wahrscheinlich am Ende Plato und Aristoteles Konkurenz machen :D .Denn dann wirds philosophisch.
    Gut.Das solls erst mal gewesen sein.
    Meld mich noch mal.
    Bis dann.

    Hallo lieber JohannesP,
    Ich geb dir recht: Ein Gott, der einzig und allein Schuld an allem Leid in der Welt ist und unnahbar und launisch auf und über der Erde schaltet und waltet, würde sich einen Dreck um solche Nebensächlichkeiten wie Autos oder z.B. Arbeitslosigkeit kümmern.
    Aber ein Gott, der seinen eigenen Sohn ans Kreuz nageln ließ, um mit mir überhaupt ersteinmal Kontakt aufnehmen zu können; Ein Gott, der mir nun zu einem Vater; ja zu einem wirklich vollkommenen und liebevollen Vater geworden ist, obwohl er schon im vorne herein gewusst hat, was für ein Klotz er sich mit mir ans Bein binden wird; Ja so ein Gott interessiert sich sehr wohl für ALLE meine Probleme. Nicht umsonst sagt er mir in der Bibel: Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! (Philliper 4,6). Es stimmt: Gott erhört nicht jedes Gebet; aber er hört jedes Gebet. Und welcher vorausdenkender Vater würde seinem Kind jeden Wunsch erfüllen.
    Ich verstehe dich vollkommen und stimme dir aus deiner Sicht vollkommen zu: Wir "bekehrten" Christen (entschuldige bitte den abgetroschenen aber biblischen Ausdruck) sind aus rationeller Sicht die größten Idioten. Wie können wir daran glauben, dass vor 2000 Jahren der Sohn Gottes; ja im Grunde Gott selbst für unsere Sünde gestorben ist. Überhaupt der Begriff Sünde. Im Grunde genommen ist doch alles relativ.Achso: Welcher Christ glaubt heute doch noch überhaupt an Hölle. Alles doch nur Erfindungen des Mittelalters. Und warum gerade Jesus. Und nicht irgendein ein Held oder Religionsführer.Und was ist überhaupt mit der Bibel.....
    Selbst die Bibel gibt dir in gewisser Hinsicht recht:Wir aber verkünden den gekreuzigten Christus als den von Gott versprochenen Retter. Für Juden ist das eine Gotteslästerung, für die anderen barer Unsinn.(1Korinther1,23).
    Lieber Johannes: Glaub mir, umso mehr du mit uns/mit mir ins Gespräch kommst, umso sinnloser und paranoid wird dir unser Denken, Handel und Fühlen vorkommen. Auch wenn ich es versuchen würde, dir zu erklären warum wir soundso handeln und glauben. Es würde für dich weiterhin blanker Unsinn bleiben. Oder bestenfalls ein etwas abgedrehts Denken von ein paar fundamentalistischen Christen; welches man aber ruhig tolerieren kann.Wir tun ja schließlich niemanden weh.
    Erst wenn du für dich persönlich annimmst, dass Jesu auch für deinen Sünden gestorben ist, wirst Gott für dich nicht mehr ein unnahbarer Richter, sondern ein liebender Vater sein. Und plötzlich wird dir dieser blanke Unsinn zu einer übernatürlichen! Kraftquelle und des Weisheits höchster Schluss werden. Und wirklich nur dann!!!!
    Zum Schluss noch eine Frage an dich: Glaubst du, in Afrika und Asien würden Tag für Tag tausende Kinder sterben, wenn die Weltgemeinschaft Gottes Richtlinien bezüglich dem Umgang mit Ressourcen, Geld, Armen und der Gerechtigkeit befolgt hätte bzw. befolgen würde?! Gott ist sehr höflich: Wenn er nicht erwünscht ist, zieht er sich auch mal zurück. Und wenn dann der Mensch eigentwortlich handeln muss und sodann gleich Bockmist baut, dann spielt Gott nicht den großen Radierer, der alle selbstverschuldeten Fehler korrigiert. Und persönlich muss sich jeder Fragen: Was tue ich gegen Armut in der Welt? Im übrigen ist es erwiesen, dass es ohne das rießengroße soziale Engagement im Rahmen der christlichen Missionsarbeit in der 3.Welt noch viel düsterer aussähe.
    Und was tote Kinder unter Christen angeht: Ich kann nicht aus perönlicher Erfahrung sprechen, aber in näherer und weiterer Verwandt- und Bekanntschaft kenne ich ein paar Fälle. Und wenn sich aus meiner Sicht dadurch etwas in der persönlichen Gottesbeziehung der Betroffenen geändert hat, dann das, dass das Kind-Vater-Verhältnis zu Gott größer und inniger geworden ist. Zumindesten kenne ich KEIN Fall, in welchem dadurch jemanden Gott abgeschworen hätte.
    Ich als Christ verstehe oft noch weniger von Leid als du bzw als du zu verstehen glaubst. Aber ich habe einen "Papa" (biblischer Begriff: abba) im Himmel. Er liebt mich.Mehr als es mein leiblicher Vater je getan hat, je tun wird und je tun könnte.
    Ich weiß wie doof das für dich klingt, aber:
    Ich will für dich beten.
    Und vergib mir bitte meine Art und Weise. Wollte dir halt auch mal nen paar Zeilen schreiben, ohne dich gleich mit Bibelzitaten und frommen Sprüchen zu erschlagen.Auch wenn mir dass wahrscheinlich nicht gelungen ist :)

    Hallo TobiK.
    Wollte dir nur mal danken, dass du hier mal wieder "frischen Wind in die Bude bringst".
    :)
    Und falls man doch mal wieder fällt bleibt uns immer noch 1.Joh.1,9:
    Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
    Und vergiss nicht: Die Freude am Herrn ist unsere Stärke.
    Also nicht die Freude an unseren Werken, an unseren vom Herrn gegebenen Dienst, an unsern Geschwistern, an unseren Glaubenserfahrungen; sondern einzig die Freude am Herrn kann uns immer und in jeder Situation begleiten und Stärke geben.
    Also dann:
    Bleib wie du bist und besser dich

    Soweit ist das ja eigentlich klar C.F. Aber ich möchte die Frage von lakost @all doch mal erweitern: Viele Christen,(oft auch die, die in Missiongesellschaften integriert sind) sind davon überzeugt, dass Ungläubige in unerreichten Völkern zurecht verloren gehen, auch wenn sie keinerlei Chance hatten, vom Evangelium in irgendeiner Weise zu erfahren. Somit würden also Menschen verloren gehen, wenn nicht wir Menschen ihnen das Evangelium bringen.
    Doch nun meine Frage: Kann man sagen, dass Gott uns beim Evangelisieren eigentlich doch nicht braucht (aufgrund seiner Allmacht) und das wir durch unsere Evangelisationsarbeit eigentlich eher ein Gnadengeschenk von Gott an die verlorene Menschheit sind?

    Erst mal danke, dass du dein Beitrag nicht in den alten Thread gestellt hast. Aber auch auf Gefahr hin, dass ich es mir jetzt bei dir verscherze: Ich finde es doch ziemlich schade, dass die Diskussion jetzt wieder in diese Richtung kippt (auch wenn ich dir nicht unterstelle, dass du dies beabsichtigt hast). Aber die Begrifflichkeit "Zeichen auf Stirn und Hand" haben wir doch als technische Frage schon ausreichend erörtert.
    Ehrlich gesagt, hab ich mir auch mal letztes Woche dieses Video angeschaut. Doch wenn überhaupt, hätte ich es unter dem Punkt Unterhaltung/Ironie gepostet. Soviel Wahrheit der Clip auch enthalten mag.
    Meine ganz ehrliche Frage (an dich, aber natürlich auch @ all): Sollten wir uns als Christen wirklich in dieser Art und Weise mit diesem Thema beschäftigen bzw. inwieweit sollten wir uns überhaupt als "Fremdlinge auf Erden" (ein zugegeben abgedroschener, aber biblischer Ausdruck) mit der Thematik auf diese Weise intensivst auseinandersetzen ?
    Ist es wirklich der Wille unseres Herrn Jesus, uns über jeden Ausweis oder irgendwelche (mehr oder weniger vermeintliche) Spionagetätigkeiten des Staates den Kopf zu zerbrechen oder gar in die Offensive zu gehen? Ist dies wirklich die Aufgabe von uns Christen auf dieser Erde?
    Wie bemerkte doch ein Bruder in meiner Heimatgemeinde am Sonntag: Die größte politische Arbeit die wir Christen auf dieser Erde tun können, ist das Gebet, in welchem wir unsere Obrigkeiten vor unseren Gott bringen können. Ein wirklich schönes Vorbild kann uns doch wirklich Daniel sein. Als es für ihn aus gesellschaftpolitischer Sicht brenzlig wurde, machte er keinen Aufriss drum, sondern ging nach Hause und brachte wie üblich seine Anliegen dem Herrn.
    Bitte entschuldige, wenn du dich angegriffen fühlst. Aber lass uns doch vielleicht wieder das Thema dahin lenken, dass wir unserem Gott in allem vollkommen vertrauen sollten(Mt6,33) und dass unser Leben in allem ein Gott wohlgefälliges Schlachtopfer sein sollte (Rö12,1).

    Hallo Chrisian,
    Ich möchte doch gerne noch mal antworten, da ich es war, der bei dir "das Fass zum Überlaufen gebracht hat" :D.

    Zitat

    Es ist ein typischer Nebeneffekt dieser Auslegung der Offenbarung ("es geht uns nichts an, da es uns nicht betrifft"), dass man die warnende und ermahnende Kraft dieses Bibelbuchs gar nicht mehr erkennen kann. Diskutiert wird nur die technische Frage, wie so etwas (Zeichen an Hand und Stirn) denn vor sich gehen wird, weniger aber das, was Gott wirklich damit meint.


    Ich Grundsatz wollte ich mit meinem Beitrag dasselbe ausdrücken. Denn natürlich ist die Offenbarung "topaktuell" für uns. Man nehme nur einmal die Sendschreiben. Sie haben wirklich jeden Christen und jeder Gemeinde in jeder Situation etwas zu sagen.
    Mein Problem mit zum Beispiel den Spekulationen um das Zeichen an Hand und Stirn, ist der "populärwissenschaftlicher" Umgang mit dem Thema. Sobald irgendein elektronischer Ausweis oder Chip eingeführt/erfunden wird, wird dieses Thema wie eine

    Zitat

    technische Frage

    behandelt. Sogleich hat man ein reißerisches und "quotenbringendes" Thema gefunden, um neue Artikel in seichten(!?!) christlichen Magazinen zu veröffentlichen oder am Gemeindebrett einen neuen Aushang zu nageln. Dabei zielt man an den zwei Hauptpunkten vorbei:
    1. In welchen zeitlichen und (zeitlich-)prophetischen Zusammenhang steht das Thema.
    2. Was hat uns das Thema zusätzlich (nicht: auschließlich) heute noch zu sagen.
    Den 2.Punkt hast du ja schon sehr gut angeschnitten. Und ich finde deine Auslegung wirklich gut und richtig. Jedoch: Es ist und bleibt eine Auslegung. Und wir dürfen den ersten Punkt nicht außer Acht lassen. Sonst stehen wir in der Gefahr, die Verse aus dem Zusammenhang zu reißen und irgendwelche Auslegungen und Gedankengebäude zu entwickeln, die sich (im Gegensatz zu deinen Ausführungen :!: ) nicht auf andere Bibelstellen stützen.
    Nun noch ein Vers zu deinen letzten Gedanken:

    Zitat

    Rö.12, 1
    Ich ermahne euch nun , Brüder , durch die Erbarmungen Gottes , eure Leiber darzustellen als ein lebendiges , heiliges , Gott wohlgefälliges Schlachtopfer , welches euer vernünftiger Dienst ist.


    Gehen wir doch noch einmal ganz jungfräulich an diesen Vers heran:
    Gott will uns als Schlachtopfer!!!!!! und nicht als Dienstleister.
    [Zum Vergleich: Dies erinnert mich an Offb 5, 6 (Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen wie geschlachtet , das sieben Hörner hatte und sieben Augen , welche die sieben Geister Gottes sind , die gesandt sind über die ganze Erde .)
    Es ist nicht irgendein kuschliges süßes kleines Lämmlein, welches Johannes sieht. Es ist ein Lamm wie geschlachtet. !!!WIE G E S C H L A C H T E T!!!!]
    Manchmal ist es gut, die Bibel in der Gesinnung einer geistlichen Jungfrau zu lesen.
    Der von dir zitierte Vers aus Mt6,33 ist eines dieser Verse, die man beim ersten bewussten Lesen festhalten möchte wie ein kostbarer Schatz. Doch Laufe der Jahre und mit fortlaufender Intergration in unseren christlichen Gedankenbebäuden und (Achtung: bewusste Wortwahl)Versammlungshierarchien läuft dieser Schatz wie ein Stück Silber an und verliert für uns an Glanz und Kraft.
    Deshalb nochmal und in vollem Bewusstsein meiner geistigen Kräfte:

    Zitat

    Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit , und dies alles wird euch hinzugefügt werden.

    Ich denke, über das Malzeichen müssen wir uns keine großen Sorgen / Gedanken machen, da es uns (die Braut Christi) nicht betreffen wird.
    Die Ereignisse fallen in die sogenannte Drangsalszeit; d.h. nach der Entrückung der Gemeinde. [Natürlich wird es aber auch zu dieser Zeit einige Gläubige geben, die danach in das Friedensreich eingehen (z.B. Off. 7,9-17). Und sich somit von den Gläubigen der eigentlichen Braut unterscheiden.]


    Das Malzeichen des Tieres (=Antichrist) bemächtigt die Menschen die es tragen, am Wirtschaftsleben teilzunehmen.
    Wie dieses Malzeichen aussehen wird und welcher Weise es die Menschen tragen können wir nur vermuten. Es gibt dazu zwar die die tollkühnsten Theorien (ich habe in den vergangenen Jahren schon sehr viele Interpretationen darüber gelesen; zumeist immer im direkten Zusammenhang mit Datenschutz). Aber konkreteres können wir aus der Bibel nicht entnehmen. Und nicht umsonst hat Gott dies nicht genauer aufschreiben lassen.
    PDL

    Wie gesagt: Ich will jetzt nicht auf ein hoch lehrmässige Abhandlung über das Buch des Lebens hinaus. D.h. auch, dass ich weiß, dass man zu keinen eindeutigen Schluss kommen wird.
    Mich würde halt persönlich zum Beispiel interessieren, wie weit das Angebot Moses an Gott ging. Wollte er "nur" sein physisches Leben für seine Brüder geben, oder war er (wie Paulus) bereit, für seine Volksgenossen auf sein ewiges Leben mit Gott zu verzichten.
    Meine Frage ist also mehr aus persönlichen Interesse, und weniger aufgrund einer Suche nach lehrmäßiger Erkenntnis, gestellt :D.
    Ein Bruder hatte am WE auf einer "überörtlichen Zusammenkunft von Gliedern am Leibe Christi" die Stellen im AT im Bezug auf das irdische Lebens ausgelegt. Bin aber halt davon noch nicht 100%ig überzeugt ?( .

    Hallo Geliebte,
    Mich würde mal brennend eure Meinung zu den folgenden zwei "Buch des Lebens - Stellen" interessieren:

    Zitat

    Ps 69, 29:
    Laß sie ausgelöscht werden aus dem Buche des Lebens , und nicht eingeschrieben mit den Gerechten !
    2 Mose 32, 32:
    Und nun, wenn du ihre Sünde vergeben wolltest!... Wenn aber nicht, so lösche mich doch aus deinem Buche , das du geschrieben hast .


    Ich habe festgestellt, dass selbst berufene Ausleger diese Stellen sehr unterschiedlich auslegen.
    Es gibt zwei Hauptgruppen:
    Die einen sehen in diesen Stellen (u.a wegen der Singular-Form "das Buch") genau dasselbe Buch wie in Offb 3, 5 (Wer überwindet , der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buche des Lebens und werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln .)
    Somit ist nach dieser Auslegung die Aussage von Mose in 2.Mo.32 und Paulus in Rö. 9,3 (denn ich selbst , ich habe gewünscht , durch einen Fluch von Christo entfernt zu sein für meine Brüder , meine Verwandten nach dem Fleische ;) im Grunde genommen identisch.
    Die andere Gruppe legt die AT-Stellen so aus, dass diese vom physischen Leben oder vom Anteil an den Segnungen Israels spricht.
    Mich würde nun mal ganz unverkrampft eure eigene Meinung mit Begründung interessieren. Also nicht nur google+ strg c :) .
    Danke schon einmal

    Hallo Miteinander,
    Ich will es noch mal wagen, auf die letzte Wasserstandmeldung zu verlinken. Wir haben viel Grund zum Danken.
    Außerdem will ich noch darauf hinweisen, dass für den Baueinsatz vom 18. September bis Anfang Oktober noch Mitarbeiter gesucht werden. Falls ihr interessiert seit könnt ihr euch unverbindlich bei Wim Hoddenbagh melden (siehe Link).
    Wenn, dann aber evtl. schon innerhalb der nächsten 2(-3) Monate Kontakt aufnehmem, da auch vorherige Impfungen notwendig sind.



    Vielen Dank für die bisherige Unterstützung.
    PDL

    Der von lakost zitierte Vers muss bei diesem Thema immer die letzte Antwort bei der Beurteilung einer Person bleiben. Aber wir finden in der Schrift auch den Hinweis, dass unser innere Verbindung zu Christus wie einLicht in der Finsternis auffallen sollte und wird.Und es bleibt grundsätzlich auch stehen, dass ein schlechter Baum keine guten Früchte bringen kann.
    Aber zum anderen (denk ich) ist es mit dem inneren (von den Umständen unabhängigen) Frieden genau so wie mit dem Heiligen Geist. Wir haben ihm mit unserer Bekehrung für alle Ewigkeit bekommen. Aber auch ihn können wir dämpfen bzw.(in Bezug auf seine Auswirkungen auf unser Leben) auslöschen.
    Und falls sich ein Christ in so einem Zustand befindet, so können wir als Außenstehende aufgrund seiner Werke wohl kaum unterscheiden, ob er nur ein Namensbekenner ist oder nur gerade "schläft". Wobei wir wahrscheinlich bei einem Mitmenschen, mit dem wir über Jahre engen Kontakt haben denn Unterschied schon erkennen werden.
    Doch noch ein warnendes Beispiel: Ich kenne einen wiedergeborenen Christen, der in seinen subjektiven Erfahrungen mit zwei anderen Personen (über Jahre hinweg!!!) zum Schluss kam, dass diese Unbekehrt seien. Dabei weiß ich persönlich, dass diese den Herrn wirklich als Retter angenommen haben.
    Deshalb wirklich Vorsicht mit solchen Einschätzungen. Wenn ich nachdenke, welchen zum Himmel schreienden Mist ich schon als Christ fabriziert habe, so weiß ich, das ich als Außenstehender mich selbst in diesem Moment als Unbekehrten verurteilt hätte!!!!
    Lassen wir den Heiligen Geist noch mal zu Wort kommen:

    Zitat

    So urteilet nicht etwas vor der Zeit , bis der Herr kommt , welcher auch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Ratschläge der Herzen offenbaren wird; und dann wird einem jeden sein Lob werden von Gott .