Bekennen vor den Menschen

  • Hallo liebe Leute!


    Ich habe mal etwas im Forum herumgestöbert und einige interessante Beiträge gefunden. Unter anderem ging es auch ums bekennen. Z. B. den Kollegen auf der Arbeit mitzuteilen, das man Christ ist und sich nicht nur Christ nennt.


    Ich habe mal ein Beispiel in Bezug auf dieses Thema gehört:
    Der Ehemann kommt von seiner neuen Arbeitsstelle nach Hause und wird von seiner Frau angesprochen:
    "Na Schatz, wie war der erste Arbeitstag?"
    Er antwortet:
    "War ganz gut. Niemand hat gemerkt, dass ich Christ bin."


    Ich muss zugeben, dass es mir manchmal auch so geht. Man ist mit verlorenen Menschen zusammen, und traut sich nicht den Mund aufzumachen und sie auf Gott hinzuweisen. Andererseits hat er mir auch schon geholfen auf dem Arbeitsplatz zu bekennen. Aber das hat gedauert.


    Ich bin schon länger ein Kind Gottes, habe aber manchmal gelebt, als wäre ich keins. Vor ungefähr zwei Jahren habe ich in unseren umfangreichen Bücherregalen zu Hause (wir hatten früher mal einen christlichen Bücherladen) ein Buch gefunden: "In seinen Fußstapfen" von Charles Sheldon. In diesem Buch geht es darum, dass Menschen sich vor jeder Entscheidung die Frage stellen, was Jesus tun würde und auch entsprechend handeln. Mit allen Konsequenzen. Das Buch hat mich wachgerüttelt. Ich schaffte es, mit Gottes Hilfe, auf einmal Nein zu sagen, wenn mir raubkopierte und sowieso ungeistliche Musik-CDs angeboten wurden. Ich konnte auf einmal auch Stellung dazu beziehen, dass Notlügen Sünde sind. Ich konnte jegliche nicht lizenzierte Software von meinem Rechner verbannen. Glaubt mir, eine solche Position ruft sogar oft Unverständniss bei Glaubensgeschwistern hervor, aber erst Recht bei ungläubigen Menschen. Und dann kann man zeugen. Das durfte ich erleben.


    Ein Mitschüler von mir (ich befinde mich noch in der Ausbildung) hat für sich entschieden, dass die Bibel eine einzige Lüge ist. Ich habe mit ihm schon oft darüber unterhalten können, das es nicht so ist. Auch so Sachen wie Schöpfung <> Evolution und die leidige Frage "Warum lässt Gott Leid und Tod zu". Manchmal bin ich verzweifelt gewesen, wenn ich keine zufriedenstellende Antwort gefunden habe, aber Gott half immer. Solche Situationen lassen mich auch erkennen, das ich noch viel zu studieren habe, in Gottes Wort. Ich bete dafür, dass er auch zur Erkenntnis der Wahrheit kommt.


    Als männliche Person unterscheidet man sich vom äußeren oft nicht so sehr von ungläubigen Menschen. Aber wenn Mädchen/Frauen sich auf einmal keusch kleiden, wird nachgefragt was das zu bedeuten hat. In unserer Gemeinde wurde festgelegt, das weibliche Personen keine Hosen tragen, sondern Röcke, die auch nicht aufgeschlitzt sind und sei der Schlitz noch so klein. Man kann das natürlich anders sehen, aber das ist meiner Meinung nach keusche Kleidung. Es sieht obendrein weiblicher aus. ;) Was ich aber eigentlich sagen wollte ist, das man prima Gelegenheit bekommt von Jesus zu zeugen, wenn man auf sein äußeres angesprochen wird.


    Und dann kommt es darauf an es nicht als alternativen Lebensstil darzustellen, sondern zu bezeugen, das es DAS LEBEN ist.


    Meine Güte, habe ich viel geschrieben... 8o


    Wie geht ihr mit dem Thema "Bekennen vor den Menschen" um? Habt ihr mutmachende Erfahrungsberichte?


    Freue mich auf Feedback!

    „Der Freund ist einer, der alles von dir weiß, und der dich trotzdem liebt.“ Elbert Hubbard

  • Mutmachende Erfahrungsberichte? Okay, ich steuer mal einen bei ...


    Als absoluter Anfänger im Glauben hatte ich damals gedacht, wenn schon bekennen, dann müsste ich erst mal ein riesiges Bibelwissen haben, um möglichst alle Widerworte direkt aushebeln zu können ... :rolleyes:
    Die Erfahrung hat mich aber gelehrt, dass das nicht nur unmöglich, sondern auch unnötig ist. Beispiel war für mich damals der Blindgeborene, der nach seiner Heilung auch alles Mögliche von hohen religiösen Leuten gefragt wurde, und doch „NUR“ sagen konnte: „EINES weiss ich: das ich blind war und jetzt sehe.“ Diese Aussage reicht als Zeugnis für einen Anfänger im Glauben.
    Dann kam ich aber immer mehr dahinter, dass ein Zeugnis in erster Linie eine ausgelebte Sache ist und erst in zweiter Linie aus Worten besteht.
    Die Reihenfolge lautet also: "Lebe so, dass du gefragt wirst.“


    Ein Beispiel: Ich besuche einen VHS-Kurs. Die Teilnehmer sind erwachsene, teils berufstätige Leute. Wir kannten uns alle nicht, waren uns völlig fremd. Der Unterricht bringt es aber mit sich, dass sich auch immer etwas privat ausgetauscht wird.
    Den Mitschülern fiel bei mir die Liebe zu meinem Mann und meinen Kindern auf. Ich beteiligte mich nicht an einer Beschwerde, die gegen eine Lehrperson gehen sollte, sondern konnte Frieden stiften. Einer Kollegin fiel positiv auf, dass ich immer einen Rock tragen würde. :)Wer Hilfe braucht, bekommt sie, also einfach gelebtes Christsein.
    Die Folgen? Ein Kollege suchte das Gespräch, der nach schlimmen Erlebnissen in der Familie seelisch krank ist. Ich konnte ihm in mehreren Gesprächen vom Herrn und der Wirkung des Gebets erzählen.
    Eine Frau frug mich beim gemeinsamen Weg nach dem Unterricht: „Sag mal, zu welcher Gemeinde gehst du denn? Erzähl mir doch mal was darüber."
    Eine andere rief an mit der gleichen Frage. Mit 2 anderen hatte ich ein Gespräch über den Tod - und was dann?
    Lauter Themen, um ein Zeugnis zu sein und die Fragen kamen eben nicht aufgrund einer vollmächtigen Predigt, sondern des ganz normalen Lebens mit dem Herrn, des klar Stellung nehmen zu Dingen, die Sünde sind, aber ohne dabei jemanden zu verurteilen.
    Deshalb konnte ich zu Weihnachten jedem ein nettes Päckchen mit evangelistischem Inhalt, einer süßen Kleinigkeit und einigen lieben Worten schenken. Ich brauchte dazu Mut, denn ich hatte Herzklopfen, doch es gibt Freunde, die das im Gebet unterstützen. Keiner meiner Kollegen hat das Päckchen zurückgewiesen, sondern sich ehrlich bedankt.


    Noch einmal also meine Erfahrung: „Lebe so, dass du gefragt wirst!“ Aber alles mit Gebet, mit Jesus Christus, denn "Ohne mich könnt ihr nichts tun!"


    Lieben Gruss, Vroni :)

    Einmal editiert, zuletzt von Vroni ()

  • Hallo zusammen,


    anbei eine persönliche Erfahrung zum „Bekennen vor Menschen“:


    Vor wenigen Wochen war ich auf dem Weg von der Versammlungsstunde nach Hause via Straßenbahn und U-Bahn. An der Straßenbahnhaltestelle standen auch noch zwei Jugendliche und während wir auf die Straßenbahn warteten, merkte ich ganz eindeutig, dass ich den beiden ein Zeugnis geben sollte. Das war das Wirken des Heiligen Geistes, dem ich zunächst aber nicht so ganz gehorchen wollte. Nach wenigen Minuten schaffte ich es dann doch, über meinen eigenen Schatten zu springen und sprach sie an, indem ich ihnen ein Traktat gab. Sie lehnten es entschieden ab und sagten, sie seien Moslems. Wir kamen dann aber doch ins Gespräch, wobei sie sagten, dass doch alle an einen Gott glauben würden und dass man jedem seinen Glauben lassen sollte. Ich hielt aber dagegen, dass es nur EINEN Weg gibt, und zwar Jesus Christus (Johannes 14,6)!!! Sie hielten das für lächerlich und als die Straßenbahn kam, beendeten wir unser Gespräch. Ich betete, dass der Herr doch noch mal eine Gelegenheit für ein Gespräch mit ihnen geben solle, und er tat es auch. Ich stieg wenige Stationen später aus, um in die U-Bahn umzusteigen. Die Beiden kamen dann tatsächlich hinterher und wollten doch noch mal reden. Wir unterhielten uns ungefähr eine halbe Stunde, wobei sie immer wieder versuchten sich rauszureden, dass man jedem doch seinen Glauben lassen sollte. Ich sagte aber deutlich, dass, wenn sie nicht zu Jesus Christus umkehren, in die Hölle kämen.
    Irgendwann wollte ich dann doch gehen, da ich ja auch noch mal nach Hause musste. Ich wies sie noch mal auf die Dringlichkeit der Botschaft hin; das war ihnen dann wohl zu viel. Als ich gehen wollte, schlug mir einer der beiden dann ins Gesicht, ich bekam es mit der Angst zu tun, legte mich beim Weglaufen dann aber direkt hin und bekam noch einen Tritt. Sie drohten mir, dass ich ja nicht mehr versuchen sollte, andere Menschen von ihrem Glauben abzubringen. – Ich ging dann zur U-Bahn, konnte aber noch nicht so richtig realisieren, was passiert war. Es erschien mir alles so unreal; ich hatte keine „ernsthaften Verletzungen“, außer einer blutenden Lippe. Während der U-Bahn-Fahrt, wo ich versuchte das Erlebte auf die Reihe zu kriegen, fiel mir dann das Erlebnis der Jünger in Apostelgeschichte 5 ein. Sie wurden im Synedrium geschlagen und dann steht in V. 41: „Sie nun gingen aus dem Synedrium hinweg, voll Freude, dass sie gewürdigt worden waren, für den Namen Schmach zu leiden.“ Das wurde mir so groß, dass auch ich bei meinem Erlebnis vom Herrn Jesus gewürdigt worden bin, FÜR IHN Schmach zu leiden, FÜR IHN geschlagen zu werden.


    Jetzt versteht das bitte richtig. Ich bin kein Held und will mich hier niemals in den Mittelpunkt stellen. Aber es geht um Erfahrungsberichte, deshalb mein Resümee:


    Im Nachhinein war dieses Erlebnis menschlich gesehen „nicht schön“, aber geistlich gesehen ein tiefes Erlebnis. Deshalb kann ich jedem nur Mut machen, auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören, um in den passenden Augenblicken zu den richtigen Personen das passende Wort zu sagen. Der HERR wird den Mut und auch die richtigen Worte dazu geben! Und er wird das auch reich belohnen: „Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jedes böse Wort lügnerisch wider euch reden werden um meinetwillen. Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn also haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren.“ (Matthäus 5,12)


    Viele Grüße
    Christopher

    Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann, um damit zu gewinnen, was er nicht verlieren kann.
    (Jim Elliot, Missionar)

  • Hallo zusammen,


    da ich selbst Erfahrensberichte gut finde und auch der Meinung bin dass diese einem sehr weiterhelfen können will ich auch gerne noch etwas zu diesen Mutmachenden Berichten dazuschreiben.
    Auch mir ist seit einer Gewissen Zeit das weitergeben von dem was ich weiß so wichtig geworden weil ich mir oft überlegt habe: Was wird mit meinen Freunden und Kollegen wenn sie auf einmal sterben oder der Herr kommt?
    Bei diesem Gedanken muss man sich mal einen Vater oder eine Mutter vorstellen welche hinter ihrem geliebten Kind laufen. Diese Eltern wissen ganz genau das in einem Kilometer eine tödliche Gefahr für das Kind lauert. Was werden sie machen? Sie werden es doch nicht in den Tod laufen lassen oder? Nein ganz sicher nicht! Und so ist es doch im Endeffekt auch bei uns. Wir haben doch auch eine gewisse Verantwortung vor den anderen Menschen und müssen diese auf die Gefahr aufmerksam machen.
    Daraufhin habe ich versucht, mit des Herrn Hilfe, von ihm zu bezeugen. Und wenn es auch am Anfang noch so schwer war, er hat mir immer die Kraft gegeben und ich habe Gespräche mit Personen über Themen geführt, das hätte ich vorher nicht gedacht. Aber was ich hierbei sehr wichtig finde: Es sollten andere Personen von dieser Sachen wissen damit sie dafür beten können. Das gibt einen großen Mut und auch eine enorme innere Ruhe.


    Zitat

    Deshalb konnte ich zu Weihnachten jedem ein nettes Päckchen mit evangelistischem Inhalt, einer süßen Kleinigkeit und einigen lieben Worten schenken.


    Bei dieser Sache kann ich Vroni nur zustimmen. Auch ich habe jetzt in der Abteilung wo ich war (ich mache auch eine Ausbildung) die Erfahrung gemacht dass es viel leichter fällt am Ende ein Traktat weiterzugeben wenn man vorher schon mal bei Kleinigkeiten von dem Herrn gezeugt hat. Wenn man aber vorher nie etwas gesagt hat und sich vielleicht noch schlecht Verhalten hat dann ist das Zeugnis am Ende so viel wie Luft. Es wird einfach verpuffen.
    Als letztes noch zu dem das Mädchen durch ihr äußeres (Haare und Rock) vom Herrn zeugen können. Ich finde es wirklich sehr schön wenn eine Mädchen so kleidet wie es der Herr will und ich bin mir auch sicher das der Herr es segnen wird.
    Aber wir sollten uns Jungen mal nicht vergessen?
    Wie sieht es den bei uns aus? Kann man mich von der Welt unterscheiden? Mache ich mir meine Haare nicht auch so stylisch das ich in der Welt nicht auffalle? Laufe ich nicht auch jeder modernen Mode hinterher egal wie teuer sie ist? Wie sieht es bei mir mit Zigaretten und Alkohol aus? Was ist wenn ich auf Partys und Discos eingeladen werde....?
    Ich denke ich könnte noch viel dazu schreiben aber ich will zum Schluss nur zwei Bibelverse zum Nachdenke dazuschreiben.


    „Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommenen Wille Gottes ist.“ Römer 12,2


    „Wundert euch nicht, Brüder, wenn die Welt euch hasst.“ 1. Johannes 3,13


    Zu diesem Vers hat mal ein Bruder gesagt: „Man könnte hier viel besser sagen: Wundert euch, Brüder, wenn die Welt euch nicht hasst.“


    Dies sollte uns zum Nachdenken bringen!


    Ganz lieben Gruß
    Euer Ben :)

    Seid aber TÄTER des Wortes und nicht allein Hörer!!!


    Jakobus 1,22


    Man muss nicht immer die Wahrheit sagen, aber wenn man was sagt, muss es die Wahrheit sein!

  • Zitat

    Zu diesem Vers hat mal ein Bruder gesagt: „Man könnte hier viel besser sagen:
    Wundert euch, Brüder, wenn die Welt euch nicht hasst.“



    Genialer Satz ... der wird im nächsten BK eingebaut, Ben.


    Greetings, Vroni :)

  • Oft kann auch ein kurzes Gebet vor dem Essen, am Arbeitsplatz, in der Schule oder sonstwo, ungläubige Mitmenschen ganz schön zum Nachdenken anregen. Man kann dadurch prima mit den Menschen ins Gespräch kommen und ihnen das Evangelium weitersagen, indem man ihnen erklärt warum man Gott für das Essen dankt.


    Shalom
    tim

    Wo wirst DU in der Ewigkeit sein?

    Einmal editiert, zuletzt von tibemi ()

  • Zitat

    Oft kann auch ein kurzes Gebet vor dem Essen, am Arbeitsplatz, in der Schule oder sonstwo, ungläubige Mitmenschen ganz schön zum Nachdenken anregen. Man kann dadurch prima mit den Menschen ins Gespräch kommen und ihnen das Evangelium weitersagen, indem man ihnen erklärt warum man Gott für das Essen dankt.


    In diesem Punkt habe ich bisher kläglich versagt. Sicher danke ich Gott für mein Essen, aber das nur im Stillen. Es ist auch so schwer dies zu ändern, wenn man sich nicht gleich dazu bekannt hat.


    Ich bin bisher noch auf keinen Hass, sondern höchstens auf Unverständnis bzw. Spott aufgrund meiner Einstellung zu Gott, Jesus Christus und Bibel gestoßen. Wenn ich so den Beitrag von Ben lese, muss ich wohl noch mehr zeugen.

    „Der Freund ist einer, der alles von dir weiß, und der dich trotzdem liebt.“ Elbert Hubbard

  • Hallo zusammen,


    habe letztens eine Kalenderzettel gehabt welcher sehr gut zu dem Thema passt.
    Ich werde ihn einfach abschreiben und die Gedanken kann sich jeder selbst machen denke ich:


    Ihr seid das Licht der Welt.
    Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen. Matthäus 5,14.16


    Beobachtet


    Ein Missionar in Äquatorialguinea fuhr in Richtung Bata, als ein Taxi vor ihm auf der Seite anhielt: Er hatte eine Reifenpanne. Drei Männer mit automatischen Waffen stiegen aus, einer davon in militärischer Uniform.
    Sie traten auf die Straße, bedeuteten dem Missionar, anzuhalten und fragten ihn, ob er sie in die Stadt mitnehme. Die drei gehörten zur besonderen Sicherheitsgarde des Präsidenten.
    Natürlich nahm der Mann sie mit. Während sie sich auf der Weiterfahrt freundschaftlich unterhielten, erstaunte der Missionar über das, was er hörte. Einer von ihnen wusste alles über ihn: alles über seine Familie, seine Kinder, den christlichen Buchladen, den er führte, und den Ort, wo er sich gläubigen Christen versammelte.
    Es wurde ihm bewusst, wie sehr die Menschen uns Christen beobachten. Auch Leute, die uns unbekannt sind, sehen und kennen uns. Bemerken sie bei ALLEM, was wir tun und reden und wie wir uns verhalten, dass wir dem Herrn Jesus angehören?
    Ein junger Student beobachtete einen Kollegen, nachdem dieser ihm von Jesus erzählt hatte, während eines ganzen Jahres. Dann war er persönlich überzeugt, dass auch er den Herrn Jesus als persönlichen Heiland nötig hatte und bekehrte sich. WELCH EIN ZEUGNIS! Wenn dies doch auch von uns wahr würde! Denken wir daran, und vergessen wir es nicht:


    WIR WERDEN BEOBACHTET!


    Aus: „Näher zu dir“ vom 3. Mai 2005

    Seid aber TÄTER des Wortes und nicht allein Hörer!!!


    Jakobus 1,22


    Man muss nicht immer die Wahrheit sagen, aber wenn man was sagt, muss es die Wahrheit sein!

  • Heute begegnete mir wieder dieser Liedertext. Er ist mir schon häufig unter die Haut gegangen, denn die Person von Petrus ist mir sehr vertraut mit all ihren Stärken und Schwächen.
    Vieleicht spricht er auch zu dem Einen oder Anderen ...



    Dieser war auch mit dem Jesus …


    Sie rieben die Hände am Feuer im Hof;
    er stellte sich zitternd dazu.
    Sie sprachen vom Preis für Geflügel und Vieh
    und von dem Verhör, und dann wetteten sie.
    Er wünschte, man ließ ihn in Ruh.
    Die Flamme schlug hoch und beschien sein Gesicht;
    er duckte sich etwas zu spät.
    Da hatte das Mädchen, das neben ihm stand,
    ihn auch schon gesehen und wiedererkannt:
    „Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth …“


    Ich kenne das doch. Ich stand selber schon dort,
    hab ungläubig alles gesehn:
    Die Schuldigen zerrten mit frechem Gesicht
    den eigenen Richter vor ihr Gericht.
    Und ich stand und ließ es geschehn.
    Wie oft hab ich mich da ins Dunkel geduckt,
    gehofft, dass kein Hahn nach mir kräht.
    Doch dann hat man zu mir herübergeschielt,
    und irgendein Finger hat auf mich gezielt:
    „Dieser ist auch mit dem Jesus von Nazareth …“


    Ich habe geschwiegen, geleugnet, geweint
    und doch immer wieder gesehn:
    Der, den ich verleugnete, gab mich nicht auf;
    er zog mich aus Scham und aus Trauer herauf,
    um neu für ihn gerade zu stehn.
    Und soll ich mir wünschen, was einmal von mir
    am Grab zur Erinnerung steht,
    dann fällt mir trotz allem als Satz auf dem Stein
    beim besten Willen kein besserer ein:
    „Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth …“


    Manfred Siebald

  • hallo ihr!!! das ist jetzt mein erster Beitrag :D


    In meiner Klasse wurde damals im Musikunterricht Geisterbeschwörung gemacht. Als ich meinem Lehrer dann erzählt habe das ich nicht mitmache weil ich Christ bin hat er mich dann erst einmal ausgelacht. Auch ein paar andere fanden das megawitzig. Ich sollte dann stattdessen einen Aufsatz darüber schreiben warum ich denn nicht mitmache. Danach hatte ich aber viele sehr gute gespräche mit manchen Mitschülern gehabt. Ich glaube der Herr hat es so gelenkt, dass ich echt ein Zeugnis vor der ganzen Klasse ablegen konnte. Ich bekomme zwar hin und wieder noch dumme bemerkungen, aber manche sind auch nach Gesprächen zum Nachdenken gekommen.


    Man sollte dabei aber beachten ,dass der spott eigentlich nicht gegen einen selber gerichtet ist, sondern gegen Gott.


    mfg Jule ;)

    *Denn der Herr sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an! 1. Sam 16,7*

  • Hallo TurnBack!
    Ich erlebe das auch des öfteren in der Schule, dass ich merke:" Eigentlich müsste ich jetzt ein Zeugnis sein, aber dann hole ich mir wieder blöde Blicke weg." Ich bete dann manchmal und auf einmal habe ich Mut und es gibt tolle Gespräche. Ich versuche immer, nicht zu verbergen, dass ich Christin bin, aber das ist echt nicht einfach.
    Aus meiner Gemeinde gehen alle anderen Jugendlichen auf eine Georg-Müller-Schule, ich habe jedoch das "Vorrecht", nicht auf eine solche Schule zu gehen und ein Zeugnis sein zu dürfen.
    Und ich merke oft, dass Gott mir hilft und bei mir ist.


    Alles Liebe, Sara

    Statt darüber zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.

  • Hallo!
    Genauso wie Sara, hab auch ich immer wieder Situationen in der Schule, wo ich ein Zeugnis sein könnte. Aber das ist oft ziemlich schwer. Mein Lehrer z.B. spottet oft über die Bibel und über den Herrn Jesus - und zwar im Unterricht.
    Das, was er damals über den Herrn Jesus gesagt hat, war für mich so schlimm, dass ich das gar nicht hier wiedergeben möchte (es fällt mir zu schwer).Er hat meine komplette Klasse mit in seinen Spott gezogen, so das alle lachten.
    Einige haben sicher an meinem Gesichtsausdruck gesehen, dass mir überhaupt nicht zum Lachen war und eigentlich weiß auch die ganze Klasse wie ich darüber denke, weil sie mich wegen meinem Äußeren mal darauf ansprachen (warum ich Röcke anziehe...Kurz: sie kennen meine Ansicht). Aber in dem Moment wusste ich auch nicht, was ich sagen soll?(.Was hättet ihr an meiner Stelle getan/gesagt.
    Ich wäre froh wenn ihr mir weiterhelfen könntet, eure Damaris

    "Allein DEINE Gnade genügt, die in meiner Schwachheit Stärke mir gibt!"

    2 Mal editiert, zuletzt von Damaris ()

  • Hi Damaris
    Ich weiß nicht, was ich an deiner Stelle getan hätte. Ich weiß auch nicht, wie weit du gegenüber den Lehrern gehen kannst, von den Äußerungen her. Wenn über mich die Leute- gerade die Mitschüler- herziehen, dann entgegne ich meist gar nichts und versuche für sie zu beten. Das ist nicht immer einfach, manchmal ist auch gesottener Spott mit drin. Aber man kriegt echt Mut. Die meisten sagen mir gegenüber gar nichts mehr über meinen Glauben oder reden interessiert mit mir darüber.
    Ich kann dir natürlich keinerlei richtige Tipps zum Ärgerverdauen oder zum richtigen Vorgehen geben, aber ich würde mal sagen: Versuchs mal mit Beten. Hilft echt...
    Sara



    P.s.: Ich habe noch was erlebt. Da war eine Schülerin in meiner Klasse, die war meistens entweder herablassend oder spöttisch, so als wäre ich mehrere Stufen unter ihr. Da habe ich gebetet und mich wie vorher weiterhin bemüht, freundlich zu sein. Ich denke mal, dass Gott an ihr gearbeitet hat, denn inzwischen ist sie ziemlich nett zu mir oder auf jeden Fall nicht mehr so "unmöglich" wie früher. :]

    Statt darüber zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.

  • Als ich vor einigen Jahren noch ganz frisch in der Ausbildung war (5,9 Monate) und mein Chef in der Pause anfing zu lästern, da habe ich etwas total dummes zum Chef gesagt: "Wenn Sie weiterhin so lästern, will ich nicht mehr mit ihnen reden!" Das war noch 2 Tage vor Probezeit Ende. Der Chef war empört und sagte, dass absofort nicht mehr über den Glauben/die Bibel in der Firma gesprochen werden darf.
    Als mir etwas später die Tragweite meines supervoreiligen Mundes klar wurde, ging ich zu meinem Chef, um mich zu entschuldigen.
    Wie er reagierte und was ich so sagte, kann ich nicht mehr sagen, aber die Situation ist mir sehr stark im Gedächtnis hängengeblieben.
    Man kann es auch sehr übertreiben.


    Wenn heutzutage Kollegen anfangen zu lästern, fehlen mir leider auch öfters die Worte. Innerlich kocht es dann bei mir. Aber es kommt zum Glück selten vor. Und wenn ich dann mal meinen Mund aufmache, wissen meine Kollegen eigentlich auch schnell bescheid und hören damit auf.

    Gruß von Axel
    Surftipp: SRS-Motorrad

    Einmal editiert, zuletzt von AxelH ()

  • Sara: Danke für deinen tipp: beten, das tu ich auch(hier in Baden-württemberg haben wir jetzt die letzte Woche So.ferien,von daher weiß ich noch nicht,ob im neuen Schuljahr immer noch über den Herrn Jesus gespottet wird).


    Meine Kl.kameraden verspotten mich auch nicht oder gucken mich dumm an, weil ich Röcke trage, aber es gibt welche (besonders eine), denen habe ich vor einiger Zeit erklärt, warum ich keine Hosen trage... ich hatte echt gute Gespräche (die eher von mir ausgingen),daher wissen viele dass ich so leben will, wie es Gottes Wille ist. Jedenfalls gibt es so bestimmte Cliquen, die manchmal versuchen mich zu provozieren(Durch z.B.: singen von Heavy Mettal-Musik...)Aber ich versuche sie zu ignorieren, aber es ist oft schwer für mich, als einzige Christin(soweweit ich weiß) von Klassenkameraden "angegriffen" zu werden.
    Aber wenn dann noch Spott vom Lehrer kommt, da weiß ich dann echt nicht mehr, ob ich was sagen soll oder nicht.
    @axel: also sollte man eher vorsichtig sein, wenn man gegen Spott etwas sagen will? Bzw. sich lieber zweimal überlegen, was man sagen will?
    Freundliche Grüße von Damaris

    "Allein DEINE Gnade genügt, die in meiner Schwachheit Stärke mir gibt!"

    2 Mal editiert, zuletzt von Damaris ()

  • Hallo Damaris,
    ich würde nicht behaupten wollen, bei Spott den Mund zu halten. Auch wenn man nicht mitlacht ist es doch irgendwie ein Dulden.
    Bei mir war das Problem, dass ich im erregten Zustand zu schnell etwas unüberlegtes gesagt habe. Wie kann ich meinem Chef verbieten wollen, dass er mit mir spricht? Dann kann man ja seinen Arbeitsplatz getrost vergessen, wenn man nicht mit seinem Vorgesetzten spricht.
    Ich war zum Glück in der Schule nicht davon betroffen, dass der Lehrer Spottet. Habe da aber eine Idee:
    Wenn du dem Lehrer (bei einem seiner Spott-Attacken) klar sagst, dass du sein Reden über Gott vor der Klasse so nicht in Ordnung findest und du mit ihm darüber nach der Stunde reden möchtest.
    Dann hast du noch etwas Zeit bis zum Unterrichtsende, um dir ein paar Gedanken zu machen und den Adrenalin-Spiegel zu senken. Somit redet man vielleicht nicht so aufgewühlt und erhitzt.
    Allerdings stelle ich mir dann auch schwierig vor, den Rest der Stunde sich noch auf den Unterricht zu konzentrieren.
    Möglichweise ist es aber einfacher, dem Lehrer seinen eigenen Standpunkt zu sagen und ihn zu bitten, diesen zu Tollerieren und dich damit im Unterricht nicht zu verletzten. Weiterer Vorteil wäre, dass der Lehrer sich bei deiner "Anklage" nicht vor der ganzen Klasse "rechtfertigen" (aus seiner Sicht) bzw. eher entschuldigen muss. Eine Entschuldigung in der Öffentlichkeit spricht man ja nicht so gerne aus, damit zeigt man ja, dass man Fehler macht und in gewissen Bereichen des Lebens "verletzlich" ist.
    Soviel aus der Theorie.
    Lieben Gruß
    Axel

  • Hallo Axel,
    vielleicht habe ich mich etwas ungeschickt ausgedrückt. Ich meinte, man soll sich vielleicht erst überlegen, was man sagt und dann reden. Und das Problem das du hattest, haben glaube ich viele mal.
    Danke für deinen Tipp, bis jetzt habe ich es immer bei dem Lehrer "geduldet" aber er spottete eben nicht nur einmal sondern mehrmals und ich denke da sollte ich schon mal was sagen, also nach dem Unterricht, wie du schriebst.


    Ich kenne jemanden,der hatte mal eine Situation erlebt, da stand er am Büchertisch, dann kam ein Satanist und guckte spöttisch auf die Bücher. Da sagte mein Bekannter:"Gott lässt sich nicht spotten", dann zeigte der Satanist sein Satanskreuz(oder was das ist) und sagte so was wie:"damit aber schon" "Nein auch damit nicht"war die Antwort, dann ging der Satanist weg.
    Ich glaube man braucht ziemlichen Mut, einem Satanisten so etwas zu sagen, aber mit Gottes Hilfe und wenn wir auf ihn vertrauen, dann geht das.
    Freunliche Grüße von Damaris :]

    "Allein DEINE Gnade genügt, die in meiner Schwachheit Stärke mir gibt!"

    Einmal editiert, zuletzt von Damaris ()

  • Hallo,
    hier noch einen evangelistischen Artikel aus dem "Folge mir nach 2/2006" zum Thema Gott lässt sich nicht spotten:
    1943 - Zweiter Weltkrieg. In einem kleinen Dorf nahe der polnischen Grenze ist die Einheit von Major Bergmann stationiert. Eine kurze Mittagspause nutzt Christian, um auf dem Marktplatz das Evangelium zu verkündigen. Die Schrecken und das Leid des Krieges haben viele Menschen auf die Suche nach Gott getrieben. Schnell sammeln sich etliche Leute um den Dorfbrunnen. Sie suchen nach dem Sinn des Lebens, nach der Antwort auf ihre Fragen.
    Christian ruft laut die Worte, die ihm auf dem Herzen brennen:"Gott liebt dich und will dich von deiner Schuld befreien. Deshalb ist sein Sohn gestorben!"
    Da tritt plötzlich ein junger Mann aus dem Zuhörerkreis. Mit einem spöttischen Grinsen geht er in die Mitte. Als er dem Evangelisten ins Wort fällt, schwingt beißender Spott und Bittekeit in seiner Stimme mit:"Und wenn es einen Gott der Liebe gibt, der dieses Elend hier zulässt, dann soll er mich zerreißen, so wie jetzt diese Blatt Papier!" Dabei nimmt er provokativ einen Zettel aus der Jackentasche und zerreißt ihn wutentbrannt vor der Menge.
    Betroffen ruft Christian aus:"Auch für dich gilt der Bibelvers: Gott lässt sich nicht spotten." Einen Tag später erstarrt Christian beim Lesen der Zeitung:"Junger Mann in Sägewerk von maschine zerissen!"- Gott hatte mit Macht geantwortet-er lässt sich nicht spotten!
    Viele Grüße von Damaris

    "Allein DEINE Gnade genügt, die in meiner Schwachheit Stärke mir gibt!"

    Einmal editiert, zuletzt von Damaris ()

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