Beiträge von C.F.

    Hallo,


    ich denke, die Hauptsache ist es durchaus, bei den Gedanken, die man sich macht, anzufangen. Das sieht ganz praktisch so aus, das ich mich am Anfang jedes Tages mit Gott und Seinem Wort beschäftige. Freie Zeit verbringe ich nicht vor dem TV (ich besitze gar keinen). Auch versuche ich, meine Zeit nicht mit Dingen zu verschwenden, die mich nicht geistlich weiter bringen oder eben mit meiner Beschäftigung (bin Student) zu tun haben.
    Wenn man sich so verhält und Situationen meidet, die eine Gefahr sein können, dann hat man viel weniger Gelegenheit auf dumme Gedanken zu kommen. Und dann ist es auch leichter, die Entscheidung zu treffen, die Gedanken gefangen nehmen zu wollen. Ich habe die Stelle aus Phil 4,8ff angeführt. Wenn man sich mehr über solche Dinge Gedanken macht, dann hat man viele Probleme nicht mehr.
    Das gilt im Übrigen für viele Sünden, nicht nur Selbstbefriedigung.


    Wichtig ist es auch, das man grundsätzlich so schnell wie möglich die Sache mit Gott ins Reine bringt, wenn man wieder einmal gesündigt hat.


    Du schreibst, das Du oft genug nicht nahe genug beim Herrn stehst. Hier ist ein weiterer Punkt, den ich wichtig finde: Auch dafür sollte man sich wie oben beschrieben sehr oft und deutlich mit dem Wort Gottes beschäftigen und die Gemeinschaft mit dem Herrn suchen.


    Und dann wie ich schon geschrieben habe: Man muss sich klar sein, besonders wenn man in Situationen kommt, wo man merkt, das man jetzt knapp davor ist, zu weit zu gehen, das man der Sünde gestorben ist. Das man nicht mehr sündigen muss.


    Das alles ist ein Kampf, aber wenn man sich so verhält wie oben beschrieben, dann hat man eine sehr effektive Waffenrüstung für diesen Kampf.



    Gruß
    CF

    Hallo Johannes


    das ist ein Forum von Christen und wenn Du nicht damit zurecht kommst, das hier eben auf Basis der Bibel argumentiert wird, dann überrascht mich das nicht. Klar kommen wir Dir wie Verrückte vor. Steht übrigens auch in der Bibel:
    Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird
    1. Kor 2,14


    Gruß
    CF

    Hallo,


    ich gehe in den folgenden Zeilen davon aus, das Du ein wiedergeborener Christ bist.


    Zuerst einmal solltest Du Deine Sünden (und nicht anderes ist Selbstbefriedigung und die anderen "Probleme") vor Gott bekennen. Es ist ganz allein Deine Schuld, wenn Du sündigst. Es ist sicherlich auch sinnvoll mit einem vertrauenswürdigen, reifen und älteren Christen da mal persönlich drüber zu reden.


    Dann solltest Du Dir überlegen, in welchen Situationen Du oft in die gleiche Sünde fällst und diese Situationen meiden soweit es geht. Das fängt schon in den Gedanken an. Es stimmt nicht, wenn man sagt, man könne nichts für seine Gedanken sondern nur dafür, das man diese weiter denkt. Die Bibel spricht davon, jeden Gedanken unter den Gehorsam des Christus gefangen zu nehmen (2. Kor 10) - in dem Zusammenhang ist auch Phil 4,8ff interessant. Niemand (auch ich nicht) ist darin perfekt. Aber wir sollten danach streben, wirklich nur Gott-gemäße Gedanken zu haben und uns nicht die Ausrede einreden lassen, wir könnten nichts dafür was uns in den Sinn kommt.


    Kämpfe gegen die Sünde, die jeder von uns kämpfen muss, kann man nur mit geistlichen Waffen kämpfen und gewinnen. Deshalb sollte man die Waffenrüstung anziehen.


    Ein weiterer praktischer Tipp noch am Ende: Sei Dir bewusst, das Du gar nicht mehr sündigen musst. Du bist der Sünde gestorben! (Röm 6). Und wenn Du mal gefallen bist: Denke an Spr. 24,16 und stehe wieder auf.


    Gruß
    CF


    Und was z.B. das Bürgerrecht angeht, so hat sich Paulus auch auf sein römisches Bürgerrecht berufen - oder ?

    Ja, er hat sich auf den Kaiser berufen.
    Das Verhalten von Paulus in diesem Fall und generell ab Apg 23 ist durchaus teilweise kritisiert worden. Nirgendwo lesen wir, das sein Verhalten da vom Heiligen Geist geleitet / Gottes Wille war.
    Aber das ist ein kompliziertes und umfangreiches Thema, das man in einem anderen Thread besprechen sollte, falls Interesse daran besteht


    Zitat

    Wie willst Du denn jemanden glaubhaft vermitteln, das es einen Gott gibt, der sie liebt, wenn Du Dich selber nullstens für sie und ihre Umstände interessierst ? Wie machst Du das ? Ich bin gespannt !
    Wählen gehen hat für mich etwas damit zu tun, mein Interesse an meinem Umfeld zu zeigen.

    Damit hat Wählen zu gehen für mich überhaupt nichts zu tun. Aber da können wir gerne verschiedene Meinungen haben



    Zitat

    WAS habe ich Dir denn getan, oder was habe ich denn geschrieben, dass Du jetzt gleich so schweren Geschützen wie Gotteslästerung auffährst ?

    Gut, das habe ich etwsa heftig ausgedrückt, aber so Sachen wie "So ein Gott wäre entweder ein Zyniker oder ein Schwächling." finde ich nicht sehr gut gewählt


    Das Gebte vermag nicht alles, sondern eben viel, wie wir in Jak 5,16 nachlesen können.
    Du gibst ja selbst die Erklärung dafür, das es Stellen gibt, wo steht, das nichts unmöglich ist: Das ist nur auf Gebete bezogen, die mit dem Willen Gottes übereinstimmen

    Ich bin der Meinung das Du das zu einseitig siehst.


    sieht es denn die Bibel anders? Das ist doch der wichtige Punkt, oder?
    Persönliche Meinungen nützen da niemandem etwas, auch mir nicht.

    Zitat

    Die Zeit dieser Welt ist beschränkt - klar. Es geht auch gar nicht so sehr darum die Welt zu verbessern - das versucht mancher mit 16 - 25, und noch manche kommen von dem Tripp auch nicht wieder runter. Aber es geht doch darum den Menschen Gottes Liebe zu bringen. Und was ist das für eine Liebe die einen z.B. in Unrecht belässt. Warum hat Jesus z.B. Kranke geheilt ?? Wollte er die Welt verbessern ?
    Es geht jetzt vieleicht nicht mehr so sehr um das Thema "Wählen"... es geht um eine generelle politische Wirkung die man als Christ hat oder halt nicht hat. Und ich finde Deine Einstellung ehrlich gesagt sehr fatal - und für mich spiegelt sich in Deiner Aussage auch nichts von dem, was die Bibel als Gottes Charakter zeichnet.


    wie soll ich denn durch eine generelle politische Wirkung oder durchs Wählen gehen den Menschen die Liebe Gottes bringen?
    Soll ich denn überhaupt den Menschen die Liebe Gottes bringen? Was meinst Du damit überhaupt?
    Unrecht belassen? Muss man sich wirklich poltisch engagieren, um etwas gegen Unrecht zu tun?


    Der Charakter Gottes ist doch nicht der eines Gottes, der von mir will, das ich mich in der Politik einmische? Sondern Er ist ein Gott, der will, das ich Ihm vertraue und der Obrigkeit untertan bin. Er allein hat alles in der Hand
    Ich denke da auch ein bisschen an Röm 13: Zu der zeit war Nero Kaiser. Und wir wissen alle oder können das leicht rausfinden, wie brutal er zu Christen war. Und was sagt die Bibel dazu? Sollen die Menschen widerstehen? Nein, siehe Vers 2.
    Vers 1 macht auch nochmal ganz klar, wer die Obrigkeiten einsetzt. Der Mensch wird dabei gar nicht erwähnt

    Zitat


    "Durch unser Gebet den Arm Gottes gewegen"... glaubst Du das wirklich ? :?:
    Ich schätze das wir beide ein sehr unterschiedliches Gottesbild haben und das gilt wohl auch für den Sinn und Zweck von Gebet !
    Ich kann meinem Gott nicht den Arm auf den Rücken beten ! So ein Gott wäre entweder ein Zyniker oder ein Schwächling.


    ja, ich bin davon völlig überzeugt, das ich durch mein Gebet den Arm Gottes bewegen kann. Von Arm auf den Rücken beten habe ich nichts geschrieben
    Ein Gebet, das die biblischen Vorraussetzungen erfüllt, wird erhört werden. Das liegt nicht daran, das eine deiner gotteslästerlichen Aussagen wahr wäre, sondern daran, das es in der Bibel so verheißen wurde.
    "das inbrüstige Gebet eines Gerechten vermag viel" (Jak 5) Wir kennen das Beispiel mit Elia. Und es gibt sicher noch viele andere Beispiele dafür in der Bibel.
    Das Gebet vermag nicht alles. Das habe ich aber auch nicht behauptet.

    Zitat

    Grüße


    Kai

    Hallo zusammen,


    Phil.3,20 richtet sich in seiner Argumentation nicht gegen politische Aktivität oder Teilnahme an Wahlen, sondern gegen das "irdisch gesinnt" sein und die anderen Eigenschaften der Verse 18 & 19. Und damit ist die Frage "wähle ich oder wähle ich nicht" wie so oft ein Frage meiner Gesinnung: warum tue ich das was ich tue? Gehe ich zur Wahl weil ich meine, damit "der Stadt Bestes" zu suchen, oder gehe ich, weil ich etwas für mich tun will?

    sind nicht beide Motive eher welche, die eine irdische Gesinnung als Ursache haben?
    "Der Stadt Bestes suchen" - das ist doch letztlich auch rein irdisch, oder täusche ich mich da?
    etwas für sich selbst tun ist nicht nur irdisch (es hat ja wohl kaum Auswirkungen auf die Ewigkeit), sondern auch noch egoistisch.


    Du hast recht: Wir sollten bei den ganzen Überlegungen nicht vergessen, um was es wirklich geht.
    Aber trotzdem dürfen wir uns solche Sachen überlegen

    ich kann in meiner Bibel keine Pflicht finden, wählen zu gehen.


    Aber ich denke, ich finde Argumente dagegen:


    Erstmal ist mein Bürgerrecht in den Himmeln (Phil 3,20) - auf der Erde habe ich kein Bürgerrecht (2. Pet 2,11). Mehr noch: Ich bin Fremdling in dieser Welt


    Jesus ist auch nicht in die Welt gekommen, um sie zu verbessern. Ich bin auch nicht mehr von dieser Welt, sondern in dieser Welt.
    Ich sehe keinen Grund dazu irgendwie selbst was zu versuchen, um diese Welt zu verbessern.


    Unter den Umständen kann ich es nicht mit meinem Glauben vereinbaren, wählen zu gehen.


    Selbst wenn ich wählen gehen könnte: Welche Partei könnte ich als Christ wählen, ohne gegen mindestens einen Grundsatz der Bibel zu sein?
    Ich kann doch nicht eine Partei unterstützen, die gegen biblische Grundsätze ist?!?


    edit sagt, das ich noch was vergessen habe:
    Als Christ kann man durchaus die Politik beeinflussen. Man soll das sogar tun. Aber nicht nur wenn gerade Wahlen sind. Nein: Immer. Und man hat viel mehr Einfluss als alle Wähler zusammen.
    Siehe 1. Tim 2,1f
    Wir können durch unser Gebet den Arm Gottes bewegen. Ich für meinen Teil vertraue auf Gott und auf Seine Führung und Sein Eingreifen, was Wahlen und Politik angeht.
    Bringt eh nichts auf irgendwelche Menschen zu vertrauen. Siehe Jer 17,5


    edit meldet sich nochmal mit Spr 21,1

    Gott braucht uns auch zum Evangelisieren nicht. Er möchte uns dazu benutzen, aber brauchen tut er uns nicht.


    Jeder Mensch bekommt von Gott die Gelegenheit, IHN zu erkennen.
    Siehe zum Beispiel Hiob 33,29f; Röm 1,18ff und viele andere Stellen.


    Aus Pred. 3,11 geht hervor, das sogar jeder Mensch weiß, das es eine Ewigkeit gibt. Auch das wurde von Gott ins Herz gelegt


    Die Behauptung, irgendwelche unerreichten Völker hätten keine Chance gehabt, vom Evangelium zu erfahren, halte ich für sehr sehr fragwürdig.
    Sie konnten Gott erkennen - dafür sorgt Gott wie ich oben schon dargelegt habe. Und sie konnten Ihn suchen. Wenn sie das getan hätten, hätte Er sich von ihnen finden lassen.
    Die ganze Bibel ist voll davon, das sich Gott finden lässt, wenn man Ihn wirklich sucht. Ich erinnere nur an die bekannte Stelle aus Jer 29.


    Ich finde es deshalb völlig falsch, wenn man sagt: Die hatten keine Chance vom Evangelium zu erfahren. Das stimmt meiner Meinung nach einfach nicht. Gott ist absolut allmächtig und wenn Er gewollt hätte (und Er hat gewollt und will auch jetzt), dann hätte Er auch den unerreichten die Chance gegeben vom Evangelium zu erfahren. Wenn die aber gar nicht wollen, so zwingt Gott niemanden. Im Himmel gibt es nur Freiwillige.


    Ich denke, die Sachen, die ich geschrieben habe, machen sehr deutlich, das es immer Gott ist, der handelt. Der Mensch kann von Gott benutzt werden, aber nie und nimmer ist Gott in irgendeiner Weise vom Menschen abhängig.


    Bei aller Arbeit, die wir tun dürfen und sollen müssen wir alle (auch ich) aufpassen, das wir nicht hochmütig werden. Der, der alles in der Hand hat, und von Dem alles abhängt ist einzig und allein Gott. Und Er ist es, der unsere Arbeit segnen kann - wenn wir mit irgendwas Erfolg haben, ist dafür nur Gott verantworltich. Nicht wir selbst.


    Eins dürfen wir als Christen dabei aber keinesfalls vergessen:
    Wir haben eine Verantwortung. Wir sollen für Gott arbeiten und vom Ihm weiter erzählen. Alleine schon deshalb, weil wir nicht wollen, das andere Menschen verloren gehen.
    Das ist unsere persönliche Verantwortung vor Gott. Und wenn wir dem nicht nachkommen, dann müssen wir da auch mit Konsequenzen rechnen. Gott möchte uns gebrauchen. Aber er kommt auch ohne uns aus

    Gott ist Gott. Als solcher ist Er sicher nur von sich selbst abhängig - schon gar nicht vom Menschen.
    Er ist selbstexistent: Joh 5, 26, außerdem existiert Er schon immer - also schon bevor der Mensch geschaffen wurde.
    Gott ist allmächtig: Jemand der von jemandem abhängt, könnte nicht allmächtig sein.
    Da gibt es sicher noch eine ganze Reihe von anderen Argumenten, die eindeutig belegen, das Gott nicht vom Menschen (den Er ja selbst geschaffen hat) abhängig sein kann


    Also wir sehen: Gott "braucht" den Menschen erstmal nicht und ist auch nicht von dem Menschen abhängig.


    Aber:
    Gott möchte Gemeinschaft mit dem Menschen haben. Und es gibt Dinge, die sich Gott wünscht, die ihm nur durch Menschen dargebracht werden können (vgl Joh 4,23)
    -> Gott WILL den Menschen und liebt ihn. Er möchte Gemeinschaft mit dem Menschen haben

    Aber wenn er in der Sünde lebt, dann kann man doch davon ausgehen- so hart das jetzt klingt- das dieser Mensch nicht erettet ist.

    Wie kannst Du biblisch begründen, das Du als Mensch das Recht hast, Dir ein Urteil darüber zu bilden, ob ein Mensch errettet ist oder nicht?


    Man kann doch überhaupt gar nicht ins Herz sehen!


    Ich habe schon dargelegt (und andere auch), das es auch in der Bibel Beispiele für errettete Menschen gibt, bei denen man das am äußeren Wandel nicht denken hätte können.

    muss man dafür nicht für einen offiziell anerkannten (jurististsches Fachwort hier einsetzen) der Jugendhilfe arbeiten?


    Ich denke eine Brüderversammlung erfüllt diese Vorraussetzung nicht. Das könnte ein Hindernis darstellen


    ich kenne auch niemanden, der so eine Karte jemals beantragt hat. Insofern kann ich da natürlich nichts mit Sicherheit dazu sagen

    Aber deine Situation hört sich ja noch viel schlimmer an als meine. Zu was für einer Gemeinde(Sekte) gehören den deine Eltern?

    um meine situation soll es hier im Thread nicht gehen
    Ich habe das nur als Beispiel zur Veranschaulichung geschrieben


    Es hat keinen Sinn, wenn wir uns darüber unterhalten, weil hier dazu keine (bzw. fast keine) Informationen vorhanden sind und ich die auch nicht rausgeben werde.

    ich bin im Moment doch sehr gestresst und kann deshalb nur ganz kurz antworten.


    zu

    Zitat

    Lieber C.F. es gibt da einen Unterschied zwischen unverheirateten Männern und Frauen. Männer dürfen für sich selber entscheiden, sobald sie alt genug sind. Frauen stehen unter ihrem Vater, solange bis sie verheiratet sind.

    hätte ich gerne eine bibliche Begründung.
    Ich höre bzw. lese sowas zum ersten Mal in meinem ganzen Leben. Vielleicht habe ich ja eine Bibelstelle bisher falsch verstanden.
    Auch kann ich mit nicht vorstellen, wie man "alt genug" definiert. Wenn ich einen 14-jährigen frage, ob er alt genug ist, um seinen Eltern nicht gehorchen zu müssen, wird er ja sagen...


    Zitat

    das ist etwas woran man meiner Meinung nach eine gute Gemeinde dran fest machen kann, ob sie einem rät die Eltern zu belügen und gegen ihren Willen zu ihnen kommen soll. Oder ob sie einem rät dem Willen der Eltern zu gehorchen und Gott zu bitten die Situation zu verändern.

    auf keinen Fall soll man seine Eltern belügen oder hintergehen und ich würde auch niemandem empfehlen das zu tun. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das ich eine Gemeinde, die sowas tut bzw. rät als bibeltreu bezeichnen würde.


    Man kann eine gute Gemeinde an sehr vielen Punkten festmachen. Offensichtlich hast du dir dazu ja auch schon selbst Gedanken gemacht.
    Ich finde es nur komisch, das du zum einen selbst sagst, das die Gemeinde, die du besuchst, nicht bibeltreu ist, andererseits aber genau da hingehst.
    Das ist irgendwie in sich selbst widersprüchlich.



    Ich hatte schon eine Diskussion darüber, ob ein Christ nun in eine bibeltreue Gemeinde bzw. Versammlung gehen soll oder nicht. Ich jedenfalls bin fest davon überzeugt, das ein Christ genau das tun soll.

    darf immer noch keine bibeltreue Gemeinde besuchen. Denn ich stehen als junge Frau einfach unter meinem Vater und muß ihm gehorchen. Sie akzeptieren aber meinen Glauben und ich denke ich bewirke etwas in meiner Familie. Mittlerweile verstehen sie das ich mich für meine Glauben angagieren/einsätzen will.)

    da muss ich aber mal einhaken, weil ich das nicht so richtig verstehe.


    Ich bin ein junger Mann, und ich gehorche genau dann meinen Eltern nicht, wenn es der Bibel eindeutig widerspricht.
    [edit2: Beispiel entfernt]


    Hier geht es nicht darum, ob man generell seinen Eltern gehorcht. Es ist absolut klar und eindeutig, das man seinen Eltern auch dann gehorchen muss, wenn man damit nicht gerade glücklich ist. Ich bin auch oft nicht mit dem einverstanden, was meine Eltern sagen und halte mich trotzdem dran. Aber in Punkten, die ganz eindeutig (und das ist wichtig!) der Bibel widersprechen, DARF ich mich nicht an das halten, was meine Eltern zu mir sagen.


    Vor allem geht es auch nicht darum, das die Kinder bei jeder Anweisung der Eltern prüfen sollen, ob die Anweisung denn jetzt auch wirklich ganz genau biblisch bzw. Gottes Wille in dieser Situation ist. Das auf keinen Fall!
    Aber wenn es dem eindeutig geoffenbartem Willen Gottes widerspricht, dann ist es klar, wem man gehorchen soll


    Siehe zB Eph 6
    Die Kinder sollen ihre Eltern ehren. Das ist immer so - vollkommen ohne jede Bedingung!Im Übrigen bedeutet ehren viel mehr als nur lieben...
    Aber beim gehorchen steht da "im Herrn"
    das hat mehrere Gesichtspunkte: Erstens ist klar, das durch den Gehorsam den Eltern gegenüber auch dem Herrn Jesus gehorcht wird
    Zweitens wollen die Kinder dem Herrn gehorsam sein. Es ist also die Motivation für den Gehorsam
    drittens ist es eine Grenze für den Gehorsam. Wenn es dem geoffenbarten Willen Gottes widerspricht, dann gibt es keine Pflicht, den Eltern zu gehorchen. Mehr noch: Man muss Gott mehr gehorchen als dem Menschen!



    Nochmal: Es ist wichtig, das die Kinder nicht prüfen sollen, ob eine Anweisung der Eltern dem Willen Gottes in dieser Situation entspricht (zB. Soll ich wirklich nicht auf diese Freizeit fahren?) In dem Fall sagt die Bibel klar, das es der Wille Gottes ist, das Kinder den Eltern gehorchen.
    Aber wenn sich eine Anweisung der Eltern gegen den offenbarten Willen Gottes (den wir in der Bibel nachlesen können) richtet, dann können wir auch in der Bibel nachlesen, das die Kinder den Willen Gottes tun sollen.



    edit: Satz entfernt, der unpassend formuliert war

    Was laufen denn bei euch an er Uni für Typen rum, das du um dein Leben (oder zuimindest deine Gesundheit) fürchtest?

    bei uns an der Uni kann man je nachdem mit wem man es zu tun hat auch schnell mal begründete Angst um seine Gesundheit bekommen.


    Von anderen Unis weiß ich, dass da auch gefährliche Personen (vornehmlich linksextreme Autonome) rumlaufen.

    Hallo Pumbaa,


    zuerstmal habe ich mich ein bisschen gewundert, dass du dich so sehr über deine Kommilitonin gewundert hast. Siehe 1. Kor 1,18
    Es ist leider völlig normal, dass uns die Welt schlicht und ergreifend nicht versteht. Da können wir mit allen möglichen Argumenten kommen, das wird nichts ändern...
    Das werden die meisten schon so erlebt haben und auch immer wieder erleben. Ich finde es gut, dass du da nicht einfach aufgibst sondern auch weiterhin klar für den Herrn zeugen willst



    Vom smd halte ich auch nichts. Da sind genug Irrlehrer drin, die nur versuchen ihre Irrlehre zu verbreiten. Ich kann aus meiner Bibel nicht erkennen, dass ich da irgendwie teil haben könnte.


    Was die Gründung einer Gruppe von Studenten angeht:
    Zuerstmal glaube ich, dass du schon eine Gruppe von bibeltreuen Christen kennst: Die Versammlung.
    Und hier sollte wenn es um einen Zusammenschluss von Christen geht, auch ganz klar der Focus liegen.


    Natürlich kann man auch so eine Gruppe an der Uni gründen. Aber da musst du dir ganz klar darüber sein, was das Ziel der Gruppe sein soll.
    Und der Hauptfocus ist in dem Fall ganz klar die Mission. Die Gefahr ist groß, dass die Gruppe dazu dann gar nicht mehr kommt, weil man über alles mögliche diskutieren muss (zB Stellung der Frau). Und solche Diskussionen sind ziemlich nutzlos, wie ich oben schon dargelegt habe.


    Ich will dir weder dazu raten, die Gruppe zu gründen, noch davon abraten.
    Wenn es Gottes Wille ist, dann macht Er dir das sicher sehr deutlich klar.


    Aber bitte versteife dich nicht in genau diese Idee. Es gibt so viele andere Möglichkeiten an der Uni zu missionieren (Flyer, Plakate, Gespräche, Einladungen zu Missionsveranstaltungen etc.), die du jetzt schon hast

    Hallo mikros,


    ich denke beim Gelähmten haben wir noch den zusätzlichen Aspekt, das klar anerkannt wurde, dass Jesus helfen kann. Der Gelähmte wurde zu Jesus gebracht, weil da Hilfe gesucht wurde. Die Ehebrecherin nicht - da lesen wir gar nicht davon, dass sie oder jemand anders Hilfe wollte.


    Welche Motive der Gelähmte jetzt hatte und welche die Frau können wir natürlich nicht sicher wissen.
    Insofern ist es denke ich auch nicht sinnvoll zu überlegen, was wohl gewesen sein könnte. Da kommt man nämlich leicht zu menschlichen Überlegungen, die eben auch sehr gefährlich sein können (siehe zum Beispiel Kol 2,8)


    Ich für meinen Teil muss da vielleicht auch eingestehen, das ich da vorher ein bisschen zu viel interpretiert habe. Auf keinen Fall möchte ich jedenfalls da jetzt weiter machen, das hat auch keinen Sinn und eine weitere interpretation kann (zumindest von meiner Seite aus) nicht mehr auf biblischer Basis funktionieren.



    Mir erschließt sich Dein letzter Absatz nicht so ganz.
    Sündige fortan nicht mehr ist der Grundsatz, den Gott eigentlich schon immer dem Menschen auferlegt - völlig unabhängig davon, ob der Mensch dazu bereit ist oder nicht. Wer sündigt kommt deshalb in die Hölle (wenn er nicht das Angebot Gottes annimmt und die Sünde damit vergeben wird)
    Gottes Maßstab ist immer gewesen, dass Er Sünde nicht akzeptiert.

    ich habe das auch nicht so toll formuliert. Das hätte ich genauer darlegen müssen.


    Wir müssen uns natürlich nicht in dem Sinne an die Regeln, die wir v.a. in den Lehrbriefen finden, halten, das wir die Pflicht dazu haben oder dazu gezwungen sind.
    Niemand von uns könnte auch alles halten, insofern wäre eine solche Pflicht sowieso recht sinnlos. Gemeint war, dass es Sünde ist, wenn wir die Gebote, die uns gegeben sind, missachten bzw. brechen.


    Die Anweisungen und "gebote", die wir haben sind von der Art her überhaupt gar nicht mit den Geboten des Alten Bundes zu vergleichen!!


    Das Motiv etwas zu tun oder nicht zu tun, habe ich gar nicht behandelt - das hätte ich aber sicher tun sollen.
    eine kurze Zusammenfassung (hoffentlich ist das so verständlich, ich war teilweise kurz abgelenkt worden, da kann der Zusammenhang vielleicht verloren gegangen sein, im Zweifel einfach nachfragen)
    Das Motiv für unser Handeln sollte auf keinen Fall in uns selbst liegen. Dann würden wir nämlich unser Handeln danach richten, etwas für uns selbst zu tun; d.h. zu unserer eigenen Ehre leben. Das ist überhaupt gar nicht das, was einen Christen auszeichnet. Dadurch, dass wir unter der Gnade leben, haben wir Freiheit, das zu tun, was Gott gefällt (Gal 5,1). Ich denke, es ist klar, wie man dann auch 1. Kor 10,31 verstehen kann.


    und hier kommen dann auch die Anweisungen v.a. aus den Lehrbriefen rein. Daraus können wir zumindest zum Teil erkennen, was Gott von uns will und was IHN ehrt - und IHN ehren soll ja durchaus ein Motiv sein. Insofern ist die Aussage "weil es in der Bibel steht, mache ich das (nicht)" nicht falsch. Aber die Aussage ist (hoffentlich) sehr unvollständig. Wenn ein Christ etwas tut/nicht tut, nur weil es so in der Bibel steht, dann tut er es (bzw. lässt es sein) für sich selbst!ER hält sich an die Gebote, weil ER nicht sündigen will (damit will ich nicht sagen, dass man sündigen wollen soll) - am Ende hat ER dann vielleicht noch was gemacht, worauf ER stolz sein kann (zB einer Anfechtung widerstanden, einem anderen geholfen....). Man sieht, das der Fokus in dem Fall klar auf dem Menschen liegt. Da ist überhaupt kein Platz mehr für den Herrn (der Platz für den Herrn muss exklusiv sein, da kann nicht noch irgendwas anderes da sein).
    Das ist völlig an dem vorbei, was in der Bibel steht. Ein Christ soll sein Handeln darauf ausrichten, dass er zur Ehre des Herrn (1. Kor 10,31) lebt. Was immer er tut soll im Namen des Herrn Jesus geschehen! (Kol 3,17)
    Nirgendwo in der Bibel können wir lesen, dass ein Christ aus irgendwelchen eigenen Motiven heraus für sich selbst etwas tun soll.


    Ich denke, das ist ein wichtiger und ernster Punkt, der auch große Auswirkungen hat, wenn man die Praxis dem folgen lassen will.


    Das Leben Jesu auf der Erde kann uns hier ein gutes Vorbild sein. Er hat nie seine eigene Ehre gesucht, hatte immer Verbindung zu seinem Vater und hat immer das getan, was seinen Vater geehrt hat. Jesus ist ein gutes Vorbild eines Lebens von und für Gott.



    Wir haben Freiheit, das zu tun, was Gott von uns will. Wir haben als Christen die Möglichkeit zur Ehre dessen zu leben, der für uns am Kreuz gestorben ist.
    Wie gehen wir mit dieser Freiheit um? Wie gehe ich ganz persönlich damit um?
    Worauf ist unser Handeln /ist mein Handeln ausgerichtet?


    Ich persönlich kann von mir nicht behaupten, dass ich diese Dinge prima in meinem Leben umsetze. Oft sieht es auch bei mir so aus, dass ich etwas mache, weil man das halt so macht. Das muss nicht unbedingt falsch sein, aber wenn es nicht ein sehr unvollständiges Motiv ist, dann ist da was faul.