Ein Christ und der Verein???

  • Hallo,


    ich habe mal die Frage wie es denn bei einem Christen mit dem Beitritt in einen Verein aussieht?
    Ich meine aber nicht ob es verboten ist oder nicht sondern ob es zu einem Christen passt dort aktiv zu sein oder ob er es lieber lassen soll?


    Und zwar will ich euch dazu zwei Anhaltspunkte geben:


    1. Wie sieht es mit einem Sportverein aus?
    - oft sind da ja Spiele oder Tuniere am Sonntag oder auch Feste wo man aktiv sein muss! Wie kommt ihr dann damit zu recht?
    - oder nimmt es nicht auch sonst (Training) sehr viel Zeit in Anspruch die man besser benutzen könnte? (z. B. mit etwas unvergänglichem)


    2. Es gibt ja auch noch so Sachen wie Musikverein o.ä.?
    - kann ich denn da die Musik mitspielen die dort angeboten wird?
    - oder kenn ich manchmal überhaupt nicht den Sinn (bzw. Hintergrund) von dieser Musik?
    - und auch da sind oft Vorführungen an einem Sonntag!


    Also ich bin da doch schon mal sehr gespannt auf eure Meinung (Vielleicht aber nicht nur immer die eigene Meinung sondern auch mal belegt an Bibelstellen oder Erfahrungen) dazu!!!


    Gruß!!!
    Ben

    Seid aber TÄTER des Wortes und nicht allein Hörer!!!


    Jakobus 1,22


    Man muss nicht immer die Wahrheit sagen, aber wenn man was sagt, muss es die Wahrheit sein!

  • Hi Ben,


    als ich noch jünger war wollte ich immer in einen Fußballverein :D , bin aber dann aus unterschiedlichen gründen nicht beigetreten.
    Aber ein Freund von mir hat einen Segelverein besucht, weil er gerne Pilot werden will. Diese Kurse für das Segeln liefen meistens Samstags und Sonntags und er hat nur Samstags teilgenommen, weil er Sonntags in der Versammlung war. Nach einiger Zeit stellte sich das als Problem, weil alle anderen viel weiter als er waren und hat sich dann entschlossen aus diesem Verein auszutreten.
    Ein anderer Bekannter war auch in einem Verein und kam dann nach einiger Zeit gar nicht mehr in die Versammlung und deshalb wäre beinahe seine Ehe zerbrochen.
    Ich würde selbst nie in so einen Verein eintreten, weil wenn ich in so einem Verein bin, dann will ich auch alles aus diesem Verein auskosten :]. Außerdem wäre das für mich eine zu große Gefahr.


    mfg bov

  • Hi ihr Beiden,


    Ich wollte mich zu diesem Thema auch mal äußern, da ich auf diesem Gebiet ein paar Erfahrungen gesammelt habe.


    Als ich kleiner war, 6 o. 7 Jahre, wollte ich unbedingt Fußball im Verein spielen. Meine Mutter hat mir erst mal erlaubt probeweise einen Verein zu besuchen. Nach drei Trainingseinheiten hat mir dann meine Mutter jedoch verboten weiterhin zu diesem Verein zu gehen, da das Niveau in diese Verein der Maßen tief war, dass es meine Mutter nicht mehr verantworten konnte, mich länger in diesem Verein zulassen (Ich konnte, bzw. wollte, das zu diesem Zeitpunkt natürlich überhaupt nicht verstehen *g*)


    Meine weiteren Erfahrung hab ich dann in einem anderem Verein gesammelt, indem ich Volleyball spielte. In diesem Verein hab ich überwiegend positive Erfahrungen gesammelt. In diesem Verein hat einfach die Atmosphäre gestimmt.
    Wenn es jedoch darum ging Sonntags irgendwelche Spiele zu spielen, oder irgendetwas zutun, was mich von meinen Aktionen als Christ abhielt, musste ich aber auch diesem Verein absagen.


    Zuzeit bin ich im DAV beschäftigt. Hier fühle ich mich sehr wohl, was damit zusammenhängt, dass der Verantwortliche selbst bekennt Christ zu sein, was sich natürlich sehr Positiv auf den Verein auswirkt.


    Soweit zu den Sportvereinen.



    Nun zu den Musikvereinen:


    Bei den Musikvereine sieht das ganz anders aus. Hier gibt es das Problem mit dem Niveau meist nicht, da es meist ein gewisses Niveau voraussetzt ein Instrument zu beherrchen. Das Problem bei Musikvereinen ist es, dass sie sehr zeitaufreibend und arbeitsintensiv sind. Besonders vor irgendwelchen großen Auftritten, ist die ganze Zeit von irgendwelchen Proben gefüllt, was zwangsläufig dazu führt, dass man weniger Zeit für den Herrn hat (Nur als Beispiel: Das Landes-Jugend-Ochester Rlp übt in jeden Ferien 2 wochen von Morgens bis Abends intensivst). Das führt zwangsläufig zu weniger Zeit für den Herrn.


    Gruss Jan

  • Hi Leute,
    zu dem Thema Musikverein will ich mal meine persönlich Erfahrung einbringen:
    Ich bin einige Jahre in der Schule in der Orchesterklasse gewesen. Zunächst habe ich mir nichts dabei gedacht und auch immer bei allen Aufführungen und so mitgemacht (sie waren auch nicht sonntags). Jetzt wird bei uns an der Schule die Orchesterklasse nur bis zur zehnten Klasse angeboten. Also wurde ich von einigen gefragt ob ich nicht Lust hätte bei einer „Abiband“ mitzuwirken. Um es mal krass auszudrücken: Ich war zu diesem Zeitpunkt so gefangen von der Musik, dass ich hellauf begeistert war. Mittlerweile sehe ich das ganze etwas anders: Durch ein sehr gutes Buch (Rockmusik und christliche Lebenshaltung, Walter Kohli, Verlag: „Das Haus der Bibel“, Genf) habe ich erst einmal gelernt was es bedeutet weltliche Musik (Rock-, Popmusik) zu spielen. Vor kurzem habe ich also dem Leiter unserer „Abiband“ eine klare Absage erteilt. Er hat das auch akzeptiert und ich bin froh nicht mehr in dieser Gruppe zu sein. Es ist ja kein Verein aber ich denke das trifft genau das, was Ben über die Musikvereine erwähnt hat:


    Zitat

    2. Es gibt ja auch noch so Sachen wie Musikverein o.ä.?
    - kann ich denn da die Musik mitspielen die dort angeboten wird?
    - oder kenn ich manchmal überhaupt nicht den Sinn (bzw. Hintergrund) von dieser Musik?
    - und auch da sind oft Vorführungen an einem Sonntag!


    Und allen die sich irgendwie in einer solchen Situation befinden kann ich nur sagen: Lasst die Finger von weltlichen Musikvereinen, besonders wenn sie moderne Musik spielen! Es zieht einen ganz vom HERRN weg!


    Grüße
    Ströhli

    Freut euch in dem HERRN allezeit!
    Philipper 4, 4a

  • HI Leute,


    @ Strohli


    Zitat

    Und allen die sich irgendwie in einer solchen Situation befinden kann ich nur sagen: Lasst die Finger von weltlichen Musikvereinen, besonders wenn sie moderne Musik spielen! Es zieht einen ganz vom HERRN weg!


    Ich weiß nicht ob man so kategorisch sagen kann, dass man keinen Musikverein besuchen darf. So wie ich das verstanden habe, beziehst du dich bei deiner Aussage, auf dieses Buch. Dieses Buch wiederum bezieht sich hauptsächlich auf moderne Musik (Rock, Pop, von welcher ich selbst kaum was halte). Aber wie sieht das aus wenn ich zum Beispiel in einem Ochester spiele, welches Werke J.S.Bachs spielt, welcher selbst gesagt hat "Alle Musik dient zur Gottes Ehre". Mann bedenke, dass seine Oratorien einige der meist gespielten Werke überhaupt sind und sie fast ausschließlich Bibeltext enthalten. Bei Händel und anderen Komponisten verhält es sich ähnlich. Ich denke, dann kann man es sehr wohl verantworten als Christ bei solchen Aktionen mit zuwirken.


    Was du zu der modernen Musik gesagt hast, zudem kann ich dir nur zustimmen. Obwohl ich auf dem Gebiet weniger bis gar keine Erfahrung gesammelt habe, was es das Mitwirken in einer Band angeht.


    Und noch eine Anmerkung: Man muß sich immer die Frage stellen, ob es ein Götze für mich ist, oder man muß aufpassen, dass es kein Götze für mich wird (Bei solchen Sachen passiert sowas ganz schnell). Mir hilft bei solchen Fragen auch immer der Vers aus 1. Korinther 6.12 "Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist mir nützlich"


    Irgenwo im Forum geistert auch noch ein ziemlich ähnliches Thema rum, welches sich mit de Problematik der modernen Musik beschäftigt. Ich weiß aber nicht genau wo.


    Gruß Jan

  • Hi,
    ich stimme Jani voll und ganz zu. sorry wenn sich das in meinm Artikel nicht so angehört hat.Warscheinlich habe ich mich da etwas ungenau ausgedrückt. Bei dieser Sache


    Zitat

    Aber wie sieht das aus wenn ich zum Beispiel in einem Ochester spiele, welches Werke J.S.Bachs spielt, welcher selbst gesagt hat "Alle Musik dient zur Gottes Ehre". Mann bedenke, dass seine Oratorien einige der meist gespielten Werke überhaupt sind und sie fast ausschließlich Bibeltext enthalten. Bei Händel und anderen Komponisten verhält es sich ähnlich. Ich denke, dann kann man es sehr wohl verantworten als Christ bei solchen Aktionen mit zuwirken.


    ist das natürlich nicht so wie ich das beschrieben habe, obwohl auch dort die Frage zu stellen ist: Wieviel zeit verwende ich dafür? und auch hier gilt:


    Zitat

    - und auch da sind oft Vorführungen an einem Sonntag!


    Gruß
    Ströhli

    Freut euch in dem HERRN allezeit!
    Philipper 4, 4a

  • Kurzer Nachtrag:


    Zitat

    Irgenwo im Forum geistert auch noch ein ziemlich ähnliches Thema rum, welches sich mit de Problematik der modernen Musik beschäftigt. Ich weiß aber nicht genau wo.


    Du meinst warscheinlich den Beitrag Christsein im Alltag/Sonstiges/Musik die Gott verherrlichen soll


    Ein sehr langes Thema indem sich auch viele Leute untereinander streiten aber in jedem Fall lesenswert.


    Ströhli

    Freut euch in dem HERRN allezeit!
    Philipper 4, 4a

  • Hallo!


    Ich denke, zwei wichtige Fragen sind gut herausgekommen:


    a) Besteht die Gefahr, dass es ein Götze für mich ist?


    b) Ist die Musik, die gespielt wird, zur Ehre Gottes?



    Aber ich meine, auch eine weitere Frage muss noch bedacht werden. Man spielt ja nicht allein, sondern in einer Gemeinschaft. Da genügt es nicht, dass ich die Musik zur Ehre Gottes spiele, sondern die Frage ist, ob die anderen das ebenfalls tun. Gott ehren kann ich nur gemeinsam mit Gläubigen. Für Ungläubige gilt nach wie vor sinngemäß: "Ihr aber habt weder Teil noch Recht, noch Gedächtnis in Jerusalem." (Nehemia 2,20). Ihr Mitwirken würde der Ehre Gottes Abbruch tun. - Darüber hinaus ist 2. Korinther 6,14 - 7,1 sehr bedeutsam.


    Es kommt also nicht nur darauf an, was und wie ich spiele, sondern auch mit wem ich spiele.


    Herzliche Grüße
    Barnabas

  • Ich will jetzt mal meine persönlihce Einstellung Vereinen gegenüber erläutern:


    Ich bin sogar in 2 Sportvereinen. Beide sind 2 mal die Woche. Ich sehe es allerdings nicht als Zeitverschwendung an.
    1.Korinther 3,16 + 17

    Zitat

    16 Wißt ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig und der seid ihr.


    Das verstehe ich (jetzt auf diesen Aspekt bezogen) das wir uns in gewissem Maße auch um unseren Körper zu kümmern haben. Das sollte man natürlich auch nicht übertreiben und wiederum den Körper in den Vordergrund stellen - daher in gewissem Maße.


    Ich bin Schüler und bin min. 4 1/2 Stunden am Tag in der Schule und sitze da rum. Nachmittags sitze ich auch fast nur am Schreibtisch. Demnach ist der Sport für mich ein Ausgleich, da mein Körper sonst verkommt. Ich habe mir Sportarten ausgesucht die mir auch Spass machen. Z.B. Badminton. Ich spiele 2 mal die Woche für 2h. Das schon seit ein paar Jahren. Bisher habe ich an Turnieren nicht teilgenommen, erst jetzt nehme ich eingeschränkt daran teil (und das auch nur weil sie Samstags nachmittags stattfinden). Auf gar keinen Fall nimmt der Sport in meinem Leben den ersten Platz ein. und das hat er auch schon seit Jahren nicht getan. Warum ich dann in den Verein gehe? Weil er mir die möglichkeit gibt den Sport regelmässig auszuüben. Würde man sich in Sportcentern einen Platz mieten wäre es wesentlich teurer.
    Ich weiß nicht wie stark man sich in anderen Vereinen engagieren muss, bei mir ist es so das es nicht schlimm ist wenn man unangekündigt beim Training fehlt. Und das über längere Zeit.


    Das sollte zeigen das ein (Sport-) Verein nicht unbedingt zu viel Zeit einnimmt. Klar sehe ich ein das man es übertreiben kann (und das dieses sehr leich passiert). Dennoch kann man nicht generell sagen es sei schlecht einem Verein beizutreten (ich weiß, hat keiner hier gemacht). In meinem Fall ist die leibliche Ertüchtigung sogar zu etwas nütze :)


    mfg - nanos

  • Hallo zusammen,


    ich wollte mal fragen, warum ihr das auf Musik- und Sportvereine beschränkt? Was ist mit Karnevalverein usw.??


    Ach übrigens, schon mal drüber nachgedacht, dass die meisten christlichen Gemeinden einen Verein haben, dem das Gemeindehaus gehört? Darf da dann auch kein Christ rein, oder ist das was anderes?


    Gibt es vielleicht biblische Gründe für den Eintritt bzw. Nichteintritt in einen Verein??? 8o

    Schönen Gruß
    Thorsten

  • Zitat

    Ach übrigens, schon mal drüber nachgedacht, dass die meisten christlichen Gemeinden einen Verein haben, dem das Gemeindehaus gehört? Darf da dann auch kein Christ rein, oder ist das was anderes?


    Ich denke,das ist etwas anderes. Bei den Vereinen wie Sport-/Musikvereinen geht es glaub ich eher um die Frage, ob es mir Zeit raubt, die ich vielleicht besser mit/für den Herrn verbracht hätte.
    Ein Gemeindeverein ist für Organisation und bes. für das Rechtliche / Finanzielle (denk ich mal, oder ?) zuständig und raubt nicht unbedingt Zeit...

  • Hi,


    der Aussage von Steffen kann ich eingentlich nur zustimmen... es gibt auch andere Verein in denen man drin ist wo man aber nicht besonders viel mit zu tun hat. Nehmen wir mal als Beispiel so was wie den ADAC.
    Dies ist ein eingetragener Verein, aber hat nichts mit Zeitraub oder so zu tun und kann uns auch nicht von Herrn abbringen.
    Ich hoffe ihr wisst was ich meine!!!


    Gruß
    Ben

    Seid aber TÄTER des Wortes und nicht allein Hörer!!!


    Jakobus 1,22


    Man muss nicht immer die Wahrheit sagen, aber wenn man was sagt, muss es die Wahrheit sein!

  • Sorry, aber sind Eure Ansichten nicht etwas naiv?? Wenn ich mich in einem Verein engagiere, egal wo und wie, raubt es mir Zeit.


    ADAC => OK, man muss nicht, kann aber auch dort viel Zeit investieren. Wenn ich auf jede Veranstaltung des ADAC gehe, kann ich das ganze Jahr unterwegs sein. Da gibt es Kreis und Landesvebände, in denen ich mich engagieren kann.


    Vereine der Gemeinde => Solche Vereine dienen meist in erster Linie dazu, dass sie Eigentümer bzw. Mieter der Räumlichkeiten sind, in denen die Gemeindestunden und sonstigen Veranstaltungen stattfinden. Da ich selber im Vorstand eines solchen Vereines bin, kann ich Euch sagen, dass man eine ganze Menge Zeit in einen solchen Verein investieren kann und muss. Gerade gegenwärtig tut sich im Steuerrecht eine ganze Menge und da muss man ständig auf dem Laufenden sein, um den Verein auch so zu führen, dass es mit den deutschen Gesetzen übereinstimmt. In der Zeit, die ich für den Verein einsetze, habe ich weder Zeit für Biblellesen noch für andere geistliche Dinge.


    Meiner Meinung nach meßt Ihr hier mit zweierlei Maß. Mir kommt es so vor, als ob Ihr hauptsächlich durch das, was Eure Eltern Euch vorgeredet haben, geprägt seid.


    Wo ist der Unterschied, ob ich in einen Verein, der das Gemeindegebäude verwaltet 10 Stunden im Monat investiere oder ob ich diese 10 Stunden auf den Verkehrsübungsplätzen des ADAC oder auf dem Tennisplatz des Vereins gerade nebenan verbringe?


    PS: Ich versuche absichtlich zu provozieren. Das ist nicht böse gemeint, sondern soll zum Nachdenken anregen.

    Schönen Gruß
    Thorsten

  • Ein Verein ist erstmal nichts anderes als eine gesetzlich vorgesehene Organisationsmöglichkeit eines Personenzusammenschlusses. Der Verein kann insbesondere beim eingetragenen Verein, der eine juristische Person ist, selbst Träger von Rechten und Pflichten sein.


    Wenn man nicht bereits die Organisationsform an sich ablehnt (soll es auch geben), kommt es für die Beurteilung einer Vereinsmitgliedschaft einfach auf die allgemeinen Grundsätze, die wir in Schrift finden, an. Ich bin der Meinung, dass man das gar nicht pauschal sagen kann und das auch nicht nur für Vereinsmitgliedschaften gilt, sondern für alle Aktivitäten und Verbindungen, die ich betreibe bzw. eingehe.


    Dazu vielleicht einige Anregungen:


    Betreibe ich die Aktivität letztlich für den Herrn und kann ich ihm dafür danken (Kolosser 3,17)?


    Gehe ich dabei Abhängigkeiten mit Ungläubigen ein (2. Korinther 6,14)?


    Ist die Aktivität mir nützlich und erbaulich (1. Korinther 10,23)?


    Bin ich dabei sowohl Gläubigen als Ungläubigen ohne Anstoß, D. h. schadet die Aktivität vielleicht meinem Zeugnis für den Herrn und kann damit nicht zur Ehre Gottes sein (1.Korinther 10,32)?


    Lasse ich mich durch die Aktivitäten beherrschen (1.Korinter 6,12), so dass meine Gemeinschaft mit dem Herrn leidet?


    Begebe ich mich in unnötige Gefahr, zur Sünde verleitet zu werden?


    @ User 1211: Ich bin auch im Vorstand eines derartigen Vereins. Ich betrachte derartige Vereine im christlichen Bereich als notwendiges Übel, da man bei z. B. bei Immobilienverwaltung praktisch keine Alternative hat. Allerdings denke ich, dass die darin investierte Zeit gut angelegt ist im Vergleich zu der Zeit, die wir oft sinnlos verplempern (wie wir dann oft erst hinterher feststellen). Zu Deiner Anmerkung zum Steuerrecht stimme ich Dir uneingeschränkt zu, damit befasse ich mich nämlich von Berufs wegen. Gerade bei Vereinen kann man leicht auf die Nase fallen, wenn man die gesetzlichen Vorgaben auf die leichte Schulter nimmt (kommt leider gerade bei Christen auch vor).


    Im ADAC bin ich übrigens auch. Das hat mit Vereinsengagement nichts zu tun, sondern damit, dass ich mir im Fall einer Panne den Service zunutze mache, der Vereinsmitgliedern vom ADAC geboten wird (hat sich für mich schon gerechnet). Man könnte genauso gut einen entsprechenden Dienstleistungsvertrag mit einem Unternehmen abschließen (sofern so etwas angeboten wird).


    Bei Sport- und ähnlichen Vereinen kommt es natürlich drauf an, was ich da mache und wie intensiv ich das betreibe. Wenn ich dabei bin, weil es der einfachste und preiswerteste Weg ist, mir den nötigen körperlichen Ausgleich zu verschaffen, kann das eine gute Sache sein.


    Ich habe allerdings aus eigener Beobachtung schon feststellen müssen, dass das Vereinsengagement zu einer meines Erachtens unguten Verschiebung der Prioritäten geführt hat. Man betreibt z. B. den Sport weil erfolgreich, immer zeitintensiver, geht irgendwann dann auch eher zu Spielen als zu den parallel stattfindenden christlichen Zusammenkünften (weil man ja dringend benötigt wird), nimmt die Vereinsfeten natürlich mit und baut sich einen ungläubigen Freundeskreis auf, mit dem man mehr zu tun hat, als mit den Glaubensgeschwistern und das offensichtlich nicht mit dem Ziel diese für den Herrn zu. gewinnen. Das nur als Andeutung möglicher negativer Entwicklungen, in die man (vielleicht schleichend) hineinschlittern kann, wenn man sich nicht mit der Hilfe des Herrn klare Grenzen setzt.


    Gruß


    RCM

  • Hi bov
    Ich bin in einem Fußballverein und mache das auch gerne. Aber die Spiele laufen, gerade bei Turnieren auch Sonntags. Fußball wird mir (hoffentlich und ich bemüh mich drum) nie wichtiger sein als Gott, aber ich versuche schon, so oft wie möglich meiner Mannschaft beizustehen. Sonntags darf ich allerhöchstens und nur im Notfall nachmittags spielen, vormittags nie.
    Ist das eher so nach eurem Geschmack? Ich vertrödele die Zeit ja nicht, sondern tue das für meinen Körper. Außerdem macht es einfach Spaß.
    Sara

    Statt darüber zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.

  • Hi Sara,


    was ich gesagt habe ist wie vieles nicht allgemein gülltig!!! Ich habe gesagt, dass es für mich eine Gefahr wäre und dass ich das bei anderen Leuten gesehen hab, dass es für sie zu ein Problem wurde.


    Wenn du sagst, dass du Gott den Vorrang gibst und er an erster Stelle steht ist das in Ordnung, nur ich würde mich immer wieder prüfen ob es nicht mit der Zeit zur Gefahr wird.


    Ich hoffe ich konnte dir helfen :]


    gruß Cornelius


    PS1. ich bin dein Wartenberg2006 ZBV (jetzt mit Bart ;)


    PS2 grüß mal deinen Bruder und deine Eltern lieb von Cornelius Vogel :]

  • Hallo Sara!


    Zu der aktiven Mitgliedschaft in Vereinen wurde ja nun in den vorhergehenden Beiträgen schon etliches gesagt. Vielleicht ist das, was ich jetzt als Antwort schreibe nur ein kleine Zusammenfassung, aber vll. doch eine Hilfe für dich, die Sache mal zu überdenken.


    Es geht mir persönlich auch nicht darum, ein abschließendes Urteil abzugeben: Fußballverein NEIN!, Musikverein JA! oder andersherum. Sondern es ist vielmehr entscheidend mit welcher Einstellung ich an die Sache rangehe bzw. was das Wort Gottes mir dazu zu sagen hat. Persönliche Fitness hin oder her, das ist nicht die Frage! Geb ich dem Herrn den ersten Platz oder stell ich ihn in die Warteschlange meiner Prioritätsliste? Der Herr fordert auch hier von mir ganze Sachen!
    Ralf Christian hat es auch schon in seinem Beitrag angedeutet, dass es auch entscheidend ist, welche Verbindungen ich durch eine aktive Mitgliedschaft in beispielsweise einem Fußballverein eingehe. Hier gilt das Prinzip des „ungleichen Jochs“.

    (2. Korinther 6:14 Elberfelder) Seid nicht in einem ungleichen Joche mit Ungläubigen. Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?


    Vielleicht gehe ich jetzt für den ein oder anderen etwas zu weit, wenn ich diesen Vers auf das genannte Beispiel anwende, aber wenn von dem ungleichen Joch die Rede ist, dann trifft Licht und Finsternis aufeinander! Überlege ich mir da nicht besser zweimal, ob ein solche aktive Mitgliedschaft das Richtige für mich als Christen ist? Sicher man kann jetzt entgegnen: Aber das Prinzip hat man doch am laufenden Band, Schule, Beruf etc. die ganz Palette. Ja, da hast du recht, aber es gibt Dinge im Leben, die kann ich als Christ nicht auslassen, schließlich sind wir ja noch in der Welt.


    Noch kurz einen anderen Punkt möchte ich in Bezug auf deinen Beitrag ansprechen. Wenn du davon sprichst, dass du nur IM NOTFALL mal sonntags zum Spiel gehen DARFST, dann ist es schön das der Sonntag, der Tag des Herrn, noch eine andere Priorität hat als andere Tage. Aber ist es nicht vielleicht sogar noch besser , wenn ich den Sonntag ganz für den Herrn zu Verfügung stelle?! Am Sonntag verkündigen wir den Tod des Herrn, wir erinnern uns an das, was er dort am Kreuz von Golgatha getan hat um dich und mich zu erretten. Wir haben seine absolute Hingabe und seine tiefe Erniedrigung (Philipper 2) vor uns und DÜRFEN ihm dafür danken. ER hat soviel für uns gegeben, um uns zu erlösen und wenn wir ihm dann nur ein wenig davon zurückgeben was er für uns getan hat, dann freut er sich darüber. Ist es dann nicht selbstverständlich, wenn wir den Sonntag, seinen Tag, ganz für ihn einplanen? Dieser Gedanke vielleicht nur mal als kleine Anregung!


    Auch in Bezug auf den vorherigen Punkt ist es noch wichtig zu beachten, aus welchem Blickwinkel ich die ganze Sache betrachte und angehe. Die Bibel will keine Gesetze geben, denen wir zwingend folgen müssen, sondern Gott stellt uns gewisse Richtlinien vor nach den wir leben sollen. Jedoch ist es dabei gefährlich nach dem Prinzip vorzugehen, was ich DARF und was ich NICHT DARF. Mit diesem Prinzip werden wir scheitern. Der Herr möchte Entscheidungen aufgrund der Liebe, die wir zu ihm haben, nicht Entscheidungen, die sich auf die ständige Frage nach dem „Wie weit kann ich gehen ohne zu sündigen?“ gründen!


    Lieben Gruß
    Christian

    [align=center][b][font=Tahoma]"Übrigens, [...] freuet euch in dem HERRN!"

  • Ich war letztens auf einem Vortrag zu dem Thema:
    "Was sagt die Bibel zum Sport?"
    War interessant, vieles an Informationen, die ich mir zum Großteil nicht merken konnte. :baby:
    Zunächst: Die Bibel gibt keinerlei Wertung über den Sport ab. Eigentlich im Gegenteil, da oft der Glaube mit dem Sport verglichen wird.
    Der eine Vers mit "die leiblichen Übungen sind zu wenigen nütze" bezieht sich nicht auf sportliche Übungen sondern auf Askese und gewisser Weise Selbstkasteiung.
    Von der Schöpfung her wissen wir, dass Gott alles sehr gut erschaffen hat. Genau, auch unseren Körper und was wir damit machen können. Sei es rennen, schwimmen, Rad fahren, Motorrad fahren =).... Gott hat uns die Fähigkeiten dazu gegeben, und diese Fähigkeiten sind sehr gut.
    Ob ich einen Sport (oder andere Tätigkeiten!!) ausübe und ihn mehr liebe als meinen Heiland ist doch ganz unabhängig, ob ich es in einem Verein ausübe oder nicht.
    Manch einer sitzt ständig vor dem Computer und denkt "Sonntags" nur an Internet, Spiele etc - aber ein anderer der im Verein ist, jaaaaa, der denkt "Sonntags" obligatorisch doch nur an einen Verein. (So denken doch bestimmt die meisten, nicht war?) Hallloo? Wo ist der Unterschied? Ob mit oder ohne Verein können uns Dinge mehr beschäftigen als der Herr.
    Nun, der eine Sportler joggt allein durch die Gegend, der andere spielt Hockey und ist Zeugnis vor Ungläubigen durch seine (Faire-) Spielart, Wesensart, Hilfsbereitschaft und erzählt von dem Herrn Jesus.
    Warum wird eine Büchertischarbeit in einer Stadt immer besser gewertet, als ein lebendes Zeugnis in z.B. einer Sportart? Ich will Büchertischarbeit absolut nicht entwerten. Vielleicht mal ein Vergleich: Wir sind das Licht der Welt, die einen sind wie Blitzlichter (Traktat in der Straßenbahn weitergegeben) und andere sind wie Scheinwerfer in ihren Hobby/Verein (weiter umfassent als nur Sport). Die einen Menschen brauchen vielleicht mal ein kurzes Blitzlicht zum "Wachwerden" aber andere sind durchs Blitzlicht ganz geblendet.
    Zum Schluss noch ein Beispiel:
    Da ist ein Profikampfsportler (Tekwando oder wie es geschrieben wird) in Moldavien zum Glauben gekommen. Diverse Christen haben dazu gedrängt, als Christ kann er nicht mehr diesen Sport ausüben. Er hat sich davon aber nicht abbringen lassen. Da zu diesem Kampfsport auch unbedingt etwas Esotherisches gehört, hat er sich überlegt: Dann nehme ich die Bibel anstelle die Fernöstliche Esotherik. Ab sofort unterrichtete er in seiner Kampfsportschule die Bibel. Zu jedem weiteren Grad eines Sportabzeichens mussten seine Schüler immer ein weiteres Buch der Bibel lesen. Sehr viele Sportler sind dadurch zum Glauben gekommen. Seine Schule ist im Land als eine der Besten angesehen und so kam auch ein Mafiaboss zu ihm und wollte auch von ihm Kampfsportunterricht haben - aber ohne die Bibel. Der Christ sagte aber: Ohne Bibel kein Unterricht. Da schickte der Mafiaboss abends ihm auf dem Heimweg zwei seiner Männer vorbei, die ihn einen Denkzettel verpassen sollten. Er konnte sich wehren und die beiden Männer verhauen. Am nächsten Tag frug ihn der Mafiaboss: "Und, hast du meine Grüße erhalten?" "Ja, aber hast du auch meine bekommen?"
    Später hat der Mafiaboss dann doch beigegeben und hat im Sport die Bibel kennen gelernt. Ob er zum Glauben gekommen ist, weiß ich nicht mehr.
    Aber durch seinen (des Sportlehrers) Glauben in seiner Sportart wurden sehr viele Menschen gerettet, ein vom Herrn sehr gesegneter Dienst.
    Schönen Gruß
    Axel

  • Wie schaut`s eigentlich mit örtlichen Schießvereinen aus? Ganz frech mal in Raum geschmissen 8) ?
    Axel, ich hab mich extra neu angemeldet, nach 2 Jahre inaktivität konnte ich mir´s nicht verkneifen....

  • Hallo zusammen,


    ich habe aufgrund der beiden Beiträge in den letzten Tagen diesen Thread eben nochmal durchgelesen und möchte nocheinmal einen ganz anderen Aspekt hereinbringen.


    Von vielen wurde hauptsächlich als Contra-Sportverein (teilweise auch als Contra-Musikverein) das Argument gebracht, dass man ja eine ganze Menge seiner Zeit dafür investiert. Auch wurde das Argument vorgebracht, dass ein Christ in einem Verein meistens ja in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen darstellen würde. Auf diese beiden Punkte möchte ich eingehen.


    Ich habe in der letzten Zeit viel über die Frage nachgedacht, wie ich Kontakte zu Ungläubigen aufbauen kann, um sie letztendlich für Christus zu gewinnen. Es gibt doch im großen und ganzen zwei Arten Menschen das Evangelium weiterzusagen:
    [list=1]
    [*]Die "unpersönliche" oder auch "anonyme" Evangelisation, d.h. ich sage Menschen, die ich eigentlich nicht kenne durch Straßeneinsätze, Veranstaltungen oder ähnlichem das Evangelium weiter
    [*]Die persönliche Evangelisation, d.h. ich im bin im Alltag mit Menschen zusammen, denen ich zunächst einmal durch mein Leben, dann aber auch zum richtigen Zeitpunkt durch Worte etwas weitersage[/list=1]
    Ich möchte nun nur auf den zweiten Typ eingehen. Vielleicht merkt ihr schon, worauf ich hinaus will. Hat man denn nicht durch z.B. einen Sportverein im Alltag die Möglichkeit Menschen etwas zu zeigen, wie man sich ganz praktisch verhält? Wird daraufhin nicht die Möglichkeit gegeben sein Menschen etwas von Jesus Christus weiterzugeben? Verbinde ich denn nicht durch einen Sportverein zwei nützliche Sachen miteinander (erstens Fitness, zweitens persönliche Kontakte)? Ich denke schon.


    Axel hat von einem Kampfsporttrainer erzählt, der in seinen Unterricht die Bibel hat einfließen lassen. Diese Möglichkeit haben sicherlich die wenigsten, aber einfach der persönliche Kontakt, der durch das regelmäßige Zusammensein mit Ungläubigen entsteht, ist so wie ich das sehe sehr wichtig und eine super Möglichkeit Menschen etwas weiterzusagen.


    Natürlich birgt das regelmäßige Zusammensein mit Ungläubigen auch Gefahren. Wenn ich z.B. in ein Verein gehe, wo regelmäßig viel Alkohol fließt, dann besteht echt die Gefahr mitzumachen. Ich denke, es ist immer eine schmale Gratwanderung. Trotz diesen Gefahren können wir nicht einfach sagen: "Es gibt Gefahren, deshalb will ich da nix mit zu tun haben."


    In 1.Korinther 5 erklärt Paulus den Korinthern, dass sie einen Gläubigen, der unzüchtig lebt, d.h. einen Menschen, der bekennt Christ zu sein, der aber in offener Sünde lebt und nicht umkehren will, aus der Gemeinde ausschließen müssen und daraufhin auch keinen intensiven Umgang mehr mit ihm haben dürfen. Die Korinther hätten daraus jetzt auch die Konsequenz ziehen können, mit keinem Ungläubigen, der in Sünde lebt Umgang zu haben. Darauf geht Paulus aber dann in Vers 9 ein: "Ich habe euch in dem Brief geschrieben, nicht mit Unzüchtigen Umgang zu haben; nicht durchaus mit den Unzüchtigen dieser Welt oder den Habsüchtigen und Räubern oder Götzendienern, sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen." Er sagt ihnen also, dass sie sehr wohl noch Umgang haben sollen mit Ungläubigen, die in Sünde leben. Dieser Umgang sollte natürlich in erster Linie das Ziel haben, sie für den Herrn Jesus zu gewinnen.


    Hatte der Herr Jesus, unser Vorbild, denn nicht auch Gemeinschaft und intensiven Kontakt mit Ungläubigen, ja mit solchen, die als Zöllner und Sünder verschrien waren (z.B. Matthäus 9,11)? Trotzdem war er, wie Hebräer 7,26 sagt "heilig, sündlos, unbefleckt, abgesondert von den Sündern".


    Was denkt ihr dazu?


    Viele Grüße
    Christopher

    Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann, um damit zu gewinnen, was er nicht verlieren kann.
    (Jim Elliot, Missionar)

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