Mission aussichtlos oder erfolgreich ?

  • Hi !



    Also ich versuche euch mal meinen Eindruck von der Arbeit am Büchertisch zu erzählen!
    Vielleicht können andere davon auch noch erzählen!?


    Also ich habe die Möglichkeit gehabt von einen Inlandsmissionar, etwas zu lernen und mit ihm zu arbeiten.
    Die Erlebnisse haben mich echt nachhaltig gepräckt, zu beginn hatte es mich echt Überwindung gekostet sich in die Fußgängerzone zu stellen und die Menschen anzusprechen und Traktate zu verteilen! 8) Das war, aber schnell vorbei, weil ich merkte dass es echt eine gute Sache ist!
    Aber ich war auch entsetzt, mit welch einer Gleichgültigkeit die Menschen reagierten! ?(Es gab sicher auch interessante Gespräche, aber ich war doch echt entäuscht, da standen wir fast den ganzen Tag teilweise war es echt kalt und die Menschen rannten an uns vorbei als ob wir die Pest hätten! :( Viele wollten nichts mit Gott zutun haben, oder schenkten mir ein schwaches Lächeln für unsere Arbeit! Nun ich war vielleicht 5-6-mal dabei und war schon fast mutlos! Man hatte das Gefühl man steht das als "frommer Spinner" auf dem letzten Posten!


    Es faszinierte mich jedoch, mit welcher Zuversicht und Hoffnung der Bruder die Arbeitet verrichtet, jetzt schon viele Jahre! Ich fuhr einige Male samstags mit, obwohl ich auch gerne ausgeschlafen, hätte! *grins* =)
    Aber diese Ablehnung der Menschen ärgerte mich doch! Eines Abends lass ich diesen Vers:" Die Wege des Herrn sind unergründlich" Da wurde mir klar, das wir (ich) keine Ahnung habe(n), was der Herr in den Herzen, der Menschen erreichen kann, ohne das ich es merke! Vielleicht wurden doch einige Herzen wachgerüttelt, vielleicht erinnern sich die Personen in 10 Jahren wieder an das Buch was sie damals erhalten haben und beginnen zu lesen!? Aber nicht nur das, diese Samstage die ich da am Büchertisch war, haben mein Leben echt sehr positiv beeinflusst und gepräckt, was auch jetzt erst merke! Ich konnte viel von den Brüdern lernen. Also er Herr lässt sich nichts schenken, die Arbeit die wir für ihn verrichten werden königlich entlohnt!
    Dennoch gibt es noch zu wenig Helfer, gerade junge Menschen können Teenager ansprechen also wenn ihr Zeit findet nutzt eure Chance, nicht den Mut verlieren. Ich habe es selbst erlebt ! ;)


    Gruß Jan

    Psalm 27

  • Hi Jan,


    Wir in Hückeswagen haben regelmäßig solche Büchertische auf großen Stadtfesten. Dort werden oft auch Helfer bei uns aus der Versammlung gesucht und ich habe das auch öfter gemacht. Das einzige, was mir manchmal schwer gefallen ist, waren die ganzen Bekannten Leute, die einen dann in der Schule wieder darauf angesprochen haben, warum ich so einen Quatsch machen würde.
    Neben den Traktate verteilen, singen wir auch öfters mit unserm Chor so in der Stadt oder auf dem Weihnachtsmarkt. Einmal, als wir in der Stadt gesungen hatte und ich den Chor mit meiner Gitarre begleitet und mitgesungen hab, kam meine halbe Schulklasse vorbei und machte sich zum Teil auch lustig darüber. Am nächsten Schultag war ich auf das Schlimmste gefasst, aber der Herr hatte meine Gebete erhört und als mich ein Mädchen auf diese Aktion ansprach und ich auf vieles gefasst war sagte sie, dass sie das voll mutig gefunden hätte, sich einfach so in die Stadt zu stellen und von Jesus zu singen. das Erlebniss hat mir sehr geholfen und angespornt.
    Auch mir macht die Büchertischarbeit sehr viel Spaß und werde es, wenn ich gelegenheit dazu habe, öfter machen.


    mfg bov

  • Tach ihr beiden,


    Wollt mich bei dem Thema auch mal melden. Auch unsere Versammlung macht regelmäßig einen Büchertisch, bei dem ich eigentlich(bis auf ein paar Außnahmen) regelmäßig teilnehme und ich muß sagen, dass ich immer wieder positiv überrascht war. Bei uns waren die Leute eigentlich immer sehr offen, man konnte mit ihnen gut reden. Es gab und gibt natürrlich auch bei uns immer mal wieder Außnahmen, aber im Großen und Ganzen bin ich dann doch immer wieder überrascht, wie gut das läuft. Das motiviert dann natürlich auch bei solchen Aktionen weiter mit zumachen.


    Und noch dazu, dass die Leute einfach vorbeilaufen. Ab und zu stellen wir irgend etwas besoneres auf, wie zum Beispiel ne alte Druckmaschine, oder so(die wird natürrlich nicht regelmäßig aufgestellt. Wäre ein wenig aufwendig ;)), aber sowas zieht die Leute halt an. Dann kommen die Leute auch auf einen zu.


    Gruß Jan

  • Tach ihr zwei,


    wir machen das in Hückeswagen auch oft mit solchen Atraktionen wie die Druckerpresse, oder Papier schöpfen. Solche Sachen sind bei Kindern sehr beliebt und sie dürfen den gedruckten Spruch mitnehmen.
    Diese Arbeit macht dann mit solchen Atraktionen eigentlich noch mehr Spaß :D
    Doch ich finde diese Atraktionen sprechen meist nur Kinder oder jüngere an. Erwachsene laufen dann doch meistens weiter.


    bov

  • Na klar spricht das vor allem die Kinder an,aber es spricht auch die Erwachsenen an.


    Wir machen das mit den Attraktionen nicht so oft und wenn wir es machen, machen wir es mitten in der Fußgängerzone. Da fällt das halt sofort ins Auge und zieht die Leute an. Ich meine, wie oft steht so ein Koloss von Buchdruckmaschine schon mal in der Fußgängerzone. Bei uns ist das nicht so häufig der Fall.


    Bei solchen Sachen spielt dann auch wieder die Örtlichkeit eine Rolle. Wenn man sowas auf dem Weihnachtsmarkt oder ähnlichen macht, fällt das nicht so auf, da man auf solchen Schauplätzen von Attraktionen überschüttet wird. Dadurch fällt dann so ein "Koloss" dann doch nicht mehr auf, da es viele weitere "Kolosse" gibt :].


    Gruß Jan

  • Hallo zusammen,


    komme bisschen verspätet, aber möchte doch auch kurz meine Eindrücke niederschreiben:


    Wir machen das ähnlich wie vor beschrieben. Allerdings haben wir noch keinen Büchertisch. Wir singen meistens mit der Jugendgruppe und einige verteilen Traktate. Es ist wirklich entmutigend wenn eine ganze Reihe an Leuten vorbei läuft und gleichgültig den Kopf beim Angebot eines Traktates schüttelt. Und doch gibt es andere die es wirklich interessiert und mit denen man ins Gespräch kommt.


    Was wir auch noch machen, ist das evangelisieren am Kölner Dom. Es war bis jetzt ziemlich gut. Wir machen das meistens am Ostermontag oder Pfingstmontag. Manchmal aber auch an einem Sonntag Abend. Man trifft auf viele Menschen, besodners auf viele die auf der Suche sind - nach Gott.


    Deswegen möchte ich allen viel Mut machen. Wir sind noch zienlich am Anfang. Bei uns befindet sich noch vieles im Aufbau.


    ...


    Schöne Grüße,
    Viktor.

    Zitat

    Sag nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.
    Matthias Claudius

    2 Mal editiert, zuletzt von Viktor ()

  • Mir fiel noch eine mutmachende Geschichte zu diesem Thema ein. Ist zwar ein bisschen länger aber es lohnt sich diese einmal durchzulesen:


    Der kleine Mann von der George Street
    Haben Sie sich schon einmal gefragt, was das Verteilen von Traktaten bewirken kann? Der folgende Bericht von Pastor Dave Smethurst (London) gibt eine zeugnishafte Antwort darauf.
    Es ist eine sehr außergewöhnliche Geschichte, von der ich Ihnen jetzt erzähle. All das begann vor ein paar Jahren in einer Baptistengemeinde im Kristallpalast im Süden von London. Wir waren schon am Ende des Sonntagsgottesdienstes angelangt, da stand ein Mann in den hinteren Reihen auf, hob seine Hand und fragte: „Entschuldigen Sie, Herr Pastor, darf ich noch ein kurzes Zeugnis geben?“ Ich schaute auf meine Uhr und willigte einschränkend ein: „Ich gebe Ihnen drei Minuten.“


    Sogleich begann der Mann mit seiner Geschichte: „Ich bin erst vor kurzem hierher gezogen. Vorher lebte ich in Sydney in Australien. Vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Verwandte und spazierte auf der George Street entlang. Sie erstreckt sich vom Geschäftsviertel von Sydney bis hin zu den Wohnvierteln, dem so genannten Rock. Ein etwas seltsam wirkender, kleiner, weißhaariger Mann trat aus einem Ladeneingang heraus. Er drückte mir ein Traktat in die Hand und fragte: 'Entschuldigung, mein Herr, sind Sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?' – Ich war verblüfft über diese Worte, denn noch nie hatte mich jemand so etwas gefragt. Ich dankte ihm höflich, aber während der langen Heimreise nach London war ich darüber ziemlich verwirrt. Ich nahm daraufhin Kontakt mit einem Freund auf, der Gott sei Dank Christ ist, und er führte mich zu Christus.“


    Alle applaudierten und begrüßten ihn herzlich in ihrer Gemeinschaft, denn die Baptisten mögen Zeugnisse dieser Art.


    Eine Woche darauf flog ich nach Adelaide im Süden Australiens. Zehn Tage später, es war gerade in der Mitte einer dreitägigen Vortragsreihe in einer der dortigen Baptistengemeinden, kam eine Frau auf mich zu und ersuchte mich wegen einiger Ratschläge. Ich fragte sie zunächst nach ihrer Stellung zu Christus. Sie antwortete darauf wie folgt:
    „Ich habe einmal in Sydney gewohnt und vor ein paar Monaten besuchte ich dort einige Freunde. Auf der George Street erledigte ich noch einige Einkäufe, als ein seltsamer, kleiner, weißhaariger Mann aus einem Geschäftseingang auf mich zukam und mir ein Traktat anbot mit den Worten: 'Entschuldigung, meine Dame, sind Sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?' – Ich war durch diese Worte beunruhigt. Wieder zu Hause in Adelaide, wo ich von einer Baptistengemeinde ganz in meiner Nähe wusste, suchte ich den dortigen Pastor auf. Nach dem Gespräch führte er mich zu Christus. So kann ich Ihnen sagen, dass ich jetzt Christ bin.“


    Ich war jetzt doch sehr erstaunt. Zweimal innerhalb von nur zwei Wochen in so weit voneinander entfernten Orten hatte ich dasselbe Zeugnis gehört. Dann flog ich zu einem weiteren Dienst nach Perth im Westen von Australien. Als meine Vorträge dort beendet waren, lud mich der Gemeindeälteste zum Essen ein. Dabei erkundigte ich mich, wie er denn Christ geworden sei. Er erklärte mir: „Mit 15 Jahren kam ich in diese Gemeinde, ohne jedoch eine wirkliche Beziehung zu Jesus zu haben. Ich machte einfach alles nur so mit, wie alle anderen auch. Aufgrund meiner geschäftlichen Fähigkeiten und Erfolge wuchs auch mein Einfluss in der Gemeinde. Vor drei Jahren war ich dann auf einer Geschäftsreise in Sydney. Ein widerlich und geradezu boshaft aussehender kleiner Mann trat aus einem Ladeneingang heraus und hielt mir eine religiöse Schrift hin – billiger Ramsch – und konfrontierte mich mit der Frage: 'Entschuldigung, mein Herr, sind Sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?' – Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich ein Ältester bei den Baptisten sei. Er aber wollte mir gar nicht zuhören. Den ganzen Weg nach Hause von Sydney nach Perth kochte ich vor Zorn. Auf sein Mitgefühl hoffend, erzählte ich meinem Pastor von dieser merkwürdigen Begebenheit. Doch dieser wollte mir nicht zustimmen. Er hat mich schon vor Jahren damit beunruhigt, dass ich keine Beziehung zu Jesus haben könnte, und er hatte Recht damit. So führte mich mein Pastor vor drei Jahren zu Jesus.“


    Ich flog wieder zurück nach London und bald darauf sprach ich auf der Keswick-Versammlung im Lake-District. Dort berichtete ich von diesen drei sonderbaren Zeugnissen. Am Ende dieser Vortragsreihe kamen vier ältere Pastoren nach vorn und erzählten, dass auch sie, inzwischen 25 bis 30 Jahre zurückliegend, durch dieselbe Frage bei gleichzeitiger Übergabe einer kleinen Schrift auf der George Street gerettet wurden.


    In der folgenden Woche flog ich zu einer ähnlichen Versammlung wie jener in Keswick und sprach vor Missionaren in der Karibik. Auch dort erzählte ich dieselben Zeugnisse. Am Ende meines Vortrags kamen drei Missionare nach vorn und erklärten, dass auch sie 15 bis 25 Jahre zuvor durch das Zeugnis und genau diese Frage eben jenes kleinen Mannes auf der George Street in Sydney gerettet wurden.


    Meine nächste Vortragsreise führte mich nach Atlanta, Georgia (USA). Dort hatte ich auf einer Versammlung von Schiffskaplanen zu reden. Drei Tage referierte ich hier zu über 1000 Schiffskaplanen. Danach lud mich der Hauptkaplan zu einem Essen ein. Bei der Gelegenheit fragte ich ihn, wie er einmal Christ geworden sei.
    „Es war wie ein Wunder. Ich war Matrose auf einem Kriegsschiff und führte ein verwerfliches Leben. Wir führten Flottenübungen auf dem Südpazifik durch und erneuerten im Hafen von Sydney unsere Vorräte. Wir ließen uns total gehen. Ich war völlig betrunken, stieg in einen falschen Bus ein und in der George Street wieder aus. Beim Aussteigen dachte ich, ein Gespenst zu sehen, als ein Mann vor mir auftauchte, mir ein Traktat in die Hand drückte und sagte: 'Seemann, bist du gerettet? Kommst du in den Himmel, wenn du heute nacht stirbst?' – Die Furcht vor Gott ergriff mich unmittelbar. Ich war sofort nüchtern, rannte zurück zum Schiff und suchte den Kaplan auf. Er führte mich zu Christus. Bald begann ich mich unter seiner Anleitung für den Dienst vorzubereiten. Nun habe ich die Verantwortung über 1000 Schiffsgeistliche, die heute Seelen zu gewinnen suchen.“


    Sechs Monate später flog ich zu einer Konferenz, zu der sich 5000 indische Missionare in einem abgelegenen Teil im Nordosten Indiens eingefunden hatten. Am Ende lud mich der Missionsleiter zu einem einfachen Essen in sein kleines, bescheidenes Haus ein. Auch ihn fragte ich, wie er damals als Hindu zu Christus gekommen sei.
    „Ich wuchs in einer sehr privilegierten Position auf. Im Auftrag der diplomatischen Vertretung Indiens bereiste ich die Welt. Ich bin sehr froh über die Vergebung und das meine Sünden durch das Blut Christi abgewaschen wurden. Ich müsste mich sehr schämen, wenn man herausfinden würde, was ich so alles getrieben habe. Eine Zeitlang führte mich der diplomatische Dienst nach Sydney. Ich erledigte ein paar Einkäufe und war beladen mit Spielzeug und Kleidung für meine Kinder. Ich ging gerade die George Street hinunter, als ein höflicher, weißhaariger, kleiner Mann vor mich hintrat, mir ein Traktat anbot und mir eine persönliche Frage stellte: 'Entschuldigung, mein Herr, sind Sie gerettet? Kommen Sie in den Himmel, wenn Sie heute Nacht sterben?' – Ich bedankte mich sehr, aber diese Sache ließ mir keine Ruhe. Zurück in meiner Heimatstadt, suchte ich unseren Hindupriester auf. Er konnte mir nicht helfen, aber er gab mir den Rat, zu einem Missionar im Missionshaus am Ende der Straße zu gehen, um meine Neugier zu befriedigen, Das war ein guter Rat, denn an diesem Tag führte mich der Missionar zu Christus. Ich gab den Hinduismus sofort auf und begann, mich für den Missionsdienst vorzubereiten. Ich verließ den diplomatischen Dienst und bin nun heute durch Gottes Gnade in der Verantwortung über all diese Missionare, die zusammen schon 100 000 Menschen zu Christus geführt haben.“


    Acht Monate später predigte ich in Sydney. Ich erkundigte mich bei dem dortigen Baptistenpastor, ob er wohl einen kleinen, älteren, weißhaarigen Mann kenne, der Traktate auf der George Street verteilt. Er bestätigte mir: „Ja, ich kenne ihn, sein Name ist Mr. Genor, aber ich glaube nicht, dass er immer noch diesen Dienst tut, denn er ist schon ziemlich alt und gebrechlich.“ Zwei Tage später machten wir uns auf den Weg zu seiner kleinen Wohnung. Wir klopften an die Tür, und ein winziger, kleiner gebrechlicher, alter Mann begrüßte uns. Er bat uns, Platz zu nehmen und bereitete uns einen Tee zu. Er war schon so gebrechlich und die Hände zitterten ihm derartig, dass er ständig Tee in die Untertasse verschüttete. Ich erzählte ihm von all den Zeugnissen der vergangenen drei Jahre. Dem kleinen Mann rollten die Tränen über die Wangen. Dann begann er mit seiner eigenen Geschichte: „Ich war Matrose auf einem australischen Kriegsschiff. Ich führte ein verwerfliches Leben. In einer Krise kam es zum Zusammenbruch. Einer meiner Kollegen, dem ich übel mitgespielt hatte, ließ mich nicht allein und half mir wieder auf. Er führte mich zu Jesus, und mein Leben änderte sich von heute auf morgen vollständig. Ich war Gott so dankbar, dass ich ihm versprach, jeden Tag mindestens zehn Menschen ein einfaches Zeugnis von Jesus zu geben. Als Gott mir wieder Kraft gab, fing ich damit an. Manchmal war ich krank und konnte den Dienst nicht tun, doch holte ich all meinen Rückstand auf, wenn es mir wieder gut ging. Nach meiner Pensionierung war dann mein Stammplatz auf der George Street, wo ich jeden Tag Hunderten Menschen begegnete. Ich erfuhr dort zwar eine Menge Ablehnung, aber es gab auch viele Leute, die meine Traktate höflich annahmen. In den vierzig Jahren seitdem ich dies tue, habe ich von keinem einzigen Menschen gehört, der dadurch zu Jesus gekommen wäre.“


    Wir sehen hier, was wirkliche Hingabe ist: 40 Jahre Dankbarkeit und Liebe für Jesus zeigen, ohne je von irgendeinem Erfolg zu hören. Dieser einfache, kleine Mann ohne besondere Gaben hat sein Zeugnis an etwa 150 000 Menschen gegeben. Ich denke, was Gott dem Pastor aus London gezeigt hat, war nur die Spitze von der Spitze des „Eisbergs“.


    Allein Gott weiß, wie viele Menschen sonst noch für Christus gewonnen wurden. Mr. Genor, der eine riesige Arbeit auf den Missionsfeldern geleistet hatte, ist zwei Wochen nach diesem Besuch gestorben. Können Sie sich den Lohn vorstellen, den er im Himmel empfangen wird? Ich bezweifle, dass sein Gesicht jemals in einer christlichen Zeitschrift erschienen wäre. Niemand außer einer kleinen Gruppe von Baptisten in Sydney kannte Mr. Genor, aber ich sage Ihnen, im Himmel ist sein Name berühmt. Der Himmel kennt Mr. Genor und Sie können sich das Willkommen und den roten Teppich und die Fanfaren für seinen Empfang vorstellen, als er heimging in die Herrlichkeit.


    Quelle: Mitternachtsruf Ausgabe November 2004

    Zitat

    Sag nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.
    Matthias Claudius

  • Hallo,
    die Geschichte ist einfach klasse. Da sieht man mal wieder, auch wenn man gar nichts davon weiß, können Menschen z.B. durch Traktate die man verteilt hat so angesprochen werden, dass sie umkehren. Die Jugend aus Esslingen/Leonberg (bei Stuttgart) verteilt auch an manchen Samstagen Traktate auf der Schwäbischen Alb. Wir machen das normalerweiße einmal im Monat. In der 2.Hälfte des Jahres legen wir noch ein Gutschein zum Traktat dazu für ein/en: neues Testament, christlicher Kalender, christliches Buch oder manchmal auch für einen Bibelkurs. Entweder kann man den Gutschein an uns schicken oder am Büchertisch den wir am Ende des Jahres machten einlösen. Wie wir das diese Jahr machen weiß ich übrigens noch nicht
    Wir werfen die Traktate aber in Briefkästen, aber wenn jemand z.B. im Garten arbeitet geben wir es ihm persönlich. Schon manchmal bekam ich die Antwort:" So was brauch ich nicht".So was ist dann wieder entmutigend, aber es gibt dafür um so mehr Menschen die ein Traktat gerne entgegen nehmen.
    Wir dürfen nicht aufgeben. Noch haben wir die Chance den Menschen von Jesus Christus zu erzählen.
    MfG Damaris

    "Allein DEINE Gnade genügt, die in meiner Schwachheit Stärke mir gibt!"

    Einmal editiert, zuletzt von Damaris ()

  • Hallo,
    Vor knapp 2 wochen wurden wieder Traktate auf der Schw. Alb verteilt, diesmal mit Gutscheinen. 4 Gutscheine kamen bis jetzt zurück (mit Absender und Buchwunsch), das ist ja durchaus positiv, aber zwei von den Gutscheinen waren beinah entmutigend. Es stand unter anderem bei dem Absender:
    Name: Satan...Ort: Hölle 1 :(
    Dafür waren wir umso erfreuter als wir die 2 "positiven" Gutscheine erhielten. :]
    "Lasst euch nicht entmutigen"
    Viele Grüße eure Damaris

    "Allein DEINE Gnade genügt, die in meiner Schwachheit Stärke mir gibt!"

    2 Mal editiert, zuletzt von Damaris ()

  • Zitat

    Original von Jan
    Aber ich war auch entsetzt, mit welch einer Gleichgültigkeit die Menschen reagierten! ?(Es gab sicher auch interessante Gespräche, aber ich war doch echt entäuscht, da standen wir fast den ganzen Tag teilweise war es echt kalt und die Menschen rannten an uns vorbei als ob wir die Pest hätten! :( Viele wollten nichts mit Gott zutun haben, oder schenkten mir ein schwaches Lächeln für unsere Arbeit! Nun ich war vielleicht 5-6-mal dabei und war schon fast mutlos! Man hatte das Gefühl man steht das als "frommer Spinner" auf dem letzten Posten! ( Hervorhebung durch mich :D )


    Jaja, welch eine Gleichgültigkeit. Da haben diese Heiden doch einfach keine Lust, in der fiesen Kälte stehen zu bleiben und mit Dir über Gott zu sprechen. Naja, dafür haben sie es ja dann in der Hölle schön warm - wo sie dann zur Strafe hinkommen. :rolleyes:


    Entschuldigung. Ich hatte mir schon öfters vorgenommen, zu diesem Thread etwas zu schreiben - und der Einstieg ist ja mal wieder relativ schroff ausgefallen. Sorry.
    ABER mal im Ernst :


    Ich habe ja schon den Eindruck, das Ihr euer Ding hier echt ernst nehmt. Gott ist eure Nummer 1, Jesus ist euer Erretter, die Bibel ist Gottes Wort ..... aber ich empfinde "euch" oft als distanziert, versachlicht, kalt, funktionalisiert, verängstlicht, verkrampft :(


    Wir sollten doch zu Mindestens aus der "Kirchengeschichte" gelernt haben ( wenn wir es aus der Bibel noch nicht wissen ), das es NICHT darum gehen kann einfach nur möglichst viele Menschen für die Kriche zu "gewinnen", anzuwerben, .... Gott möchte keine vollen Kirchen !
    Er sucht nach Menschen die IHN lieben - Gott lieben, nicht ihn und sein Wort für wahr halten !


    Tja, und obwohl ich Christ bin, und aus Liebe und Vergebung lebe, und auch versuche diese Liebe und Vergebung an meine Mitmenschen weiter zu geben - so fällt es mir doch tatsächlich schwer bis unmöglich, bei einem "sch..ß-Wetter" in der Füßgängerzone stehen zu bleiben, mich nass regnen zu lassen, den Ar..h abzufrieren und mit einem noch nasseren und durchgefrorenerem Menschen über eine Glaubensgemeinschaft, der Tierschutz, das Neuste Model von MAZDA .... oder sonst was zu reden - UND ich nehme auch nicht ihre Traktate an.


    Ich persönlich finde Traktate eh sche..ße und unnütz. Was ich mag und auch gerne öfters hätte, wäre ein persönlich Ausstrahlung Gottes bzw seiner Liebe. Wenn ich mich von Gott geliebt und gerettet weiß, und wenn das nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen gewußt, verstanden und verankert ist .... DANN "fließt" auch genau DAS aus mir raus. Wovon das Herz voll ist .... UND DANN brauche ich auch keine Traktate mehr.


    Zu guter letzt : Oft zitiert aber wohl selten berücksichtigt :

    Zitat


    Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so daß ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen, und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.


    Amen

  • Hi Kai, schön, dass du wieder aus deiner Versenkung auftauchst ... ;)


    Ich weiß nicht, ob du es schon mal an irgendeiner Stelle erklärt hast, wie du es persönlich praktizierst, glaube aber nicht.
    Bitte sag doch deshalb mal, wie DU andere Menschen erreichst und sie an dir die Liebe Gottes und Vergebungsbereitschaft erkennen können. Im privaten Umfeld ist ja die Möglichkeit zum intensiven Gespräch, Austausch und praktischer Hilfe gegeben, ohne Frage. Das ist mir auch das Liebste.

    Wie sieht es aber mit einer Menschenmasse aus, wo ich gar nicht die Gelegenheit habe, mit jedem einzelnen zu sprechen?
    Ich bin ja nicht der Nabel der Welt und muss deshalb wohl oder übel Gott zutrauen, dass er durch sein geschriebenes Wort in demjenigen was an's Rollen bringt, der es in die Hand gedrückt kriegt.
    Vielleicht geht ihm direkt ein Kronleuchter auf und trifft in's Schwarze, da er in gewissem Sinn schon vorbereitet ist. Menschen, persönlich bekannt, sind Beweise dafür.
    Vielleicht schickt Gott aber demjenigen eine Woche später einen anderen Christen über den Weg, mit dem es dann ein persönliches Gespräch gibt. Er hat ja Wege, die wir gar nicht kapieren können, ihm sind alle Möglichkeiten offen.
    Ich verstand dich bisher immer im Gespräch mit einem Einzelnen, dem ich Zeit satt schenken kann. Aber noch mal: was ist mit einer Menge, die auf der Messe vorbeikommen oder auf der Fußgängerzone? Einfach vorbeilaufen lassen, nicht drum kümmern, weil Flyer/Traktate eh sch..ße sind?


    Lieben Gruß, Vroni :]

  • Hallo Vroni,


    Deine Frage setzt ja ersteinmal voraus, dass es überhaupt sinnvoll ist eine "Masse" von Menschen mit dem Evangelium zu konfrontieren. :D
    Ist es das ??? 8)


    Mir fällt da kein Pro Argument ein, und ein vernünftiges Beispiel auch nicht.
    Nehmen wir doch mal z.B. den Zachäus. Jesus kommt durch seine Stadt. Tausende Menschen sind auf den Beinen um ihn zu sehen und zu hören. Aber was macht der ? Er läd sich bei einer Einzelperson zum Lunch ein, und der bekehrt sich dann auch noch direkt.
    Immerhin oder wenigstens der eine wird jetzt vieleicht jemand denken ( wenn es nicht Jesus gewesen wäre ) - nachdem die großen Massen vor der Tür ohne Jesus auskommen mussten.


    Ich kann mir nicht vorstellen, das sich Gott für Massen interessiert. Dafür schätzt er zu sehr das Individuum.


    Viel sinnvoller finde ich es da, wenn Menschen ( Chrsiten ) und ihre Kirchen / Gemeinden offenstehen. Wenn man spürt merkt und weiß - DORT ist etwas anders. Da glauben die Leute an was, da haben sich die Menschen lieb, da werde ich angenommen wie ich bin ....
    Aber wie ansprechend sind "wir" denn für den normalen Deutschen des 21. Jahrhunderts ??? Kann ich glaubhaft eine Gute Nachricht verkündigen, wenn mir die Liturgie wichtiger ist als ein z.B. spontanes "Gotteslob" ? Ober wenn mir die Kleiderordnung wichitger ist als die Seele, die in den Klamotten steckt ? Oder wenn einem schon direkt erklärt wird was man alles ändern soll, bevor man überhaupt angekommen ist ?
    Ich kann mir vorstellen, dass das ein Punkt von wohl noch mehreren ist, warum sich die Leute von "Kirche" abgestoßen fühlen. Es geht viel zu offensichtilich zu sehr um Äußerlichkeiten !


    Grüße


    Kai

  • Zitat

    Original von Vroni
    Ich weiß nicht, ob du es schon mal an irgendeiner Stelle erklärt hast, wie du es persönlich praktizierst, glaube aber nicht.
    Bitte sag doch deshalb mal, wie DU andere Menschen erreichst und sie an dir die Liebe Gottes und Vergebungsbereitschaft erkennen können.


    Hallo Kai,


    wie wäre es, wenn Du diesen Teil von Vronis Posting mal eingehend beantwortest. Ich meine kritisieren, was an dem was andere machen falsch ist kann jeder. :(


    Denn dadurch, dass Du auf unterschiedlichen Lehrmeinungen herumreitest, die wohl kaum das Thema einer evangelistischen Arbeit sein dürften, hast Du zwar ein Posting verfasst, nicht jedoch die Frage beantwortet. :rolleyes:


    Ich bin extrem gespannt :P

    Schönen Gruß
    Thorsten

  • Hallo Thorsten,


    auch wenn mein Posting auf den ersten Blick keine konkrete Antwort dastellen mag - ich verstehe es aber als Teil meiner Antwort. Aber ich kann mich ja noch mal deutlicher ausdrücken.


    Mission ist für mich nicht nur darauf beschränkt, irgendwo hinzugehen und den Leuten von einer Orangenkiste aus anzupredigen, oder ihnen fromme Lieder vorzusingen und Handzettel zu verteilen.
    Mission ist eine Art Lebenshaltung. Mit Menschen so umzugehen wie Jesus es gemacht hat. In Liebe, offen, ehrlich - auch schon mal direkt ABER nicht anklagend.
    Dafür reicht aber nicht nur die persönlich Haltung, sondern ich brauche auch eine "Kirche", die diese Haltung teilt, damit Leute die vieleicht durch mein Verhalten neugierig geworden sind auch problemlos mitkommen können, ohne dann das Gefühl zu haben "Hier in der Kirche ist es aber ganz anders als der Kai erzählt hat".


    Das wäre also Punkt 1 meiner "Missionsarbeit" : Leute neugierig machen : Was glaubt der ? Warum glaubt er das ? Glaubt er das wirklich ? ..... Wie sieht es in seiner "Kirche" aus ?


    Das ich mal mit zu einem Besuch in einer Schulklasse war ist schon was her und auch erst zwei Mal überhaupt vorgekommen - wenn die Blagen Schule haben, habe ich meistens Arbeit :rolleyes:


    Tja und dann wäre da noch meine Band, die ihren Musikstil mal als "missionarischer Knüppellobpreis" bezeichnet hat. Unsere Texte sind entweder "missionarisch" oder dienen der Anbetung / Lobpreis.
    Und auch da kann man sehr interessante Erfahrungen machen. :D


    Ich hoffe Du bist nicht all zu sehr enttäuscht, aber im Großen und Ganzen ist es das, was ich so mache - momentan ( und alte Kamellen spare ich mir jetzt mal - ist eh Schnee von gestern ).


    Grüße


    Kai

  • wow, hammer geschichte, cool, dass ich heut mal drauf gestoßen bin! hat mir kraft gegeben.


    Zitat

    Mk 16,15 Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!



    Ich finde es schön, dass hier nicht etwas steht wie: Stellt euch jeden tag in die stadt und verteilt traktate; oder: Geht auf eine Bühne und sing über Jesus; oder: geht in die stadt und singt; oder: Stellt euch auf eine Holzkiste und predigt.


    NEIN! hier steht: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!


    Ob wir nun verstehen oder gut oder cool finden, warum und wie der eine SO missioniert oder der andere SO...., Auf jeden Fall sollte jeder seine Art der Mission vor Gott verantworten können.


    Maranatha

  • Jau Hi erstmal zusammen


    aaaalso: ich weiss ja nicht, wie ihr das seht, aber ich finde, Mission ist einfach ein Lebensstil, wie Kai das schon sagte. Ist nicht wirklich einfach.
    Ich geh in eine nichtchristliche Schule, und ich rede nicht oft von Gott, außer im Reliunterricht.
    Aber wenn mich wer fragt, dann sag ich das schon klar und deutlich. Naja auf jeden Fall sagte mir meine Mutter eines Tages, sie habe mit einer anderen Mutter gesprochen, deren Tochter habe von mir gesagt, sie fände das sehr mutig und auch toll, so von seinem Glauben zu reden. Und dadurch- auch wenn ichs schade fand, dass sie mir das nicht selbst sagte- wurde ich denn doch ermutigt.
    Auch an unserer Schule sind viele total gleichgültig, aber manchmal hilft es schon auf die Sprünge, wenn man so ein WWJD-Armband trägt, oder PUSH und JOH 14,6 etc. Da hab ich auch schon Fragen gehört und kam in interessante Gespräche.
    Ich will damit nur sagen, dass Mission wirklich nicht nur bedeutet, in der Gegend rumzuziehen und Leuten Traktate zu geben. Das ist natürlich auch gut, aber wenn wir das tun, und unser sonstiger Lebensstil zeugt nicht davon, dann ist alles kaputt, was wir mal irgendwann in der Stadt gezeigt haben.
    Ich will mich hier auf keinen Fall als Vorbild hinstellen, bloß nicht. Denn ich krieg das auch nicht gerade gut hin...
    Aber das wollte ich mal eben so loswerden.
    LG und GS
    Sara

    Statt darüber zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.

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